Gymnasium
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Schweißtreibend, spannend und hochaktuell: Die Q1 triumphiert mit „EHRE“
Gänsehaut bei tropischen Temperaturen: Am Mittwochabend verwandelte der Literaturkurs der Q1 die Aula in einen multimedialen True-Crime-Schauplatz. Mit der Inszenierung „EHRE“ lieferte das Ensemble eine Aufführung ab, die das Publikum von der ersten Sekunde an fesselte.
Dass der Abend ein derartiger Erfolg werden würde, war angesichts der enormen Hitze nicht selbstverständlich. Doch das zahlreich erschienene Publikum bewies großen Durchhaltewillen und belohnte die intensive Vorbereitung der Jugendlichen. Die Vorfreude und die immense Motivation des Kurses übertrugen sich trotz der Temperaturen sofort auf den gesamten Saal.Mit „EHRE“ – einer radikal modernen, digitalen Interpretation des Böll-Klassikers – traf die Gruppe genau den Nerv der Zeit. Das funktionierte vor allem durch die packenden darstellerischen Einzelleistungen: Merle Eichhorn Oletti überzeugte auf ganzer Linie in der anspruchsvollen Hauptrolle der Katharina. Alfred Steinmaier Beccaro brillierte als unerbittlicher Kommissar Beizmenne, und Ajdin Perhatovic lieferte als Staatsanwalt Hach eine absolut beeindruckende Performance ab. Eine besonders heftige Dynamik brachte zudem Joseph Asan auf die Bühne, der als skrupelloser Creator Phil das Publikum unweigerlich in seinen Bann zog.
Doch eine Inszenierung dieser erzählerischen Dichte lebt von jedem einzelnen Charakter auf der Bühne. Eric Schneider glänzte in der Rolle des Dr. Blorna, während Moulay Rayan Hansali als souveräner News Anchor Marc und Adam Boukili als Podcaster die kalte mediale Rahmung perfekt umsetzten. Younes Mohammed Radi verlieh dem Flüchtigen Khalid großes Profil. Ergänzt wurde das intensive Schauspiel durch starke Auftritte von Linnea Amaia Nolte als Elena, Nika Roscina in den Doppelrollen der Sekretärin und Nachbarin sowie Liron Syla, der ebenfalls als Nachbar überzeugte. Einen bleibenden Eindruck hinterließ Lina Soufia Rousi in der emotionalen Rolle von Katharinas Mutter, die dem Ensemble gleichzeitig als verlässliche Souffleuse im Hintergrund den Rücken stärkte.
Für die unheimliche, treibende Atmosphäre der anonymen Masse sorgte der Chor, bestehend aus Mohamed Amin Ajnaou, Enis Iseni, Henry Bayerköhler und Tamer Kassab.
Ein derartiges multimediales Spektakel mit blitzschnellen Umbauten und perfekt getimten Video- und Sound-Einspielern funktioniert jedoch nur dank eines herausragenden Teams hinter den Kulissen: Marko Jovanoski, Jayesh Shahi und Abderrahman Asbai steuerten meisterhaft die komplexe Technik, während Karrar Al Abboodi als Regieassistent jederzeit den Überblick behielt.
Ein besonderer Dank gilt zudem Herrn Dorok, der für die notwendige technische Lichtgestaltung jederzeit ansprechbar und dem Team eine unverzichtbare Hilfe war.
Am Ende des Abends entlud sich die Spannung in einem wohlverdienten, tosenden Applaus für diese herausragende Gemeinschaftsleistung der gesamten Truppe. Ein riesiges Dankeschön an alle Zuschauerinnen und Zuschauer fürs Kommen, fürs Mitschwitzen und für die großartige Unterstützung!
Ein Beitrag der betreuenden Lehrkraft Frau Hündgen

Di, 15. September 2026

Do, 10. September 2026