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Zwei Leinwände, viele Spuren

Schon einmal vor einer weißen Leinwand gestanden, ohne zu wissen, wie und wo man anfangen soll? 


 

Im Projektkurs „Spurensuche“ arbeiten wir als Gruppe kreativ an verschiedenen Projekten und können dabei eigene Ideen ausprobieren und gemeinsam umsetzen. Für unser erstes gemeinsames Projekt haben wir uns mit abstrakter Malerei beschäftigt. Als Grundlage nutzten wir dafür die Exkursion ins Atelier von Herrn von Criegern als Inspiration, um uns dann anschließend an die Arbeit unserer eigenen 1,50m x 2,00m großen Leinwände, die mittlerweile auch im Schulgebäude hängen, zu machen.


 

Bereits beim Spannen der Leinwand haben wir bemerkt, wie komplex dies doch ist. So mussten wir uns auf die Falt- und Befestigungstechnik des Leinwandstoffes fokussieren, um den Stoff faltenfrei auf den Rahmen zu spannen. 


 

Am Anfang war noch gar nicht klar, wie die fertigen Bilder aussehen werden. Wir hatten zwar verschiedene Vorstellungen und Ideen, wollten den Prozess aber bewusst offen gestalten. Zuerst haben wir die Leinwände mit Acrylfarbe grundiert und damit die ersten Farbschichten geschaffen. Danach kamen immer mehr verschiedene Techniken zusammen. Um Farbspritzer zu erzeugen, haben wir mit Tusche hantiert, um dem abstrakten Bild eine Tiefe durch gezielte Muster zu geben. Mit Klebestreifen haben wir Bereiche abgeklebt und dadurch klare Linien und Flächen konstruiert. Zusätzlich haben wir Spraydosen und Schablonen verwendet, um weitere Formen und Strukturen auf die Leinwände zu bringen.


 

Besonders spannend war, dass sich die Bilder während des Arbeitens ständig verändert haben. Manche Stellen sahen nach einem Arbeitsschritt ganz anders aus als vorher. Dadurch mussten wir immer wieder entscheiden, ob wir etwas so lassen oder noch eine weitere Schicht hinzufügen. Was uns nicht gefiel, konnten wir mit Leichtigkeit übermalen. Selbst als die Leinwand voll war, haben wir nicht aufgehört, diese zu übermalen. Gerade diese Mischung aus geplanten Elementen und spontanen Entscheidungen hat die beiden Bilder am Ende zu dem gemacht, was sie jetzt sind.


 

Jetzt im Nachhinein ist es ein ziemlich gutes Gefühl, die eigenen Bilder einfach im Schulflur hängen zu sehen. Man läuft daran vorbei und denkt sich: „Das haben wir gemacht“. Dass die Bilder nicht irgendwo im Lager verschwunden sind, sondern tatsächlich Teil unserer Schule geworden sind und jeden Tag von anderen Schülerinnen und Schülern wahrgenommen werden, macht uns als Team besonders stolz.

 

Ein Beitrag des Projektkurses "Spurensuche" (Q2)

 

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Veröffentlichung

Di, 15. September 2026

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