Gymnasium
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Im Rahmen des ERASMUS+-Programms reisten zwölf Schülerinnen und Schüler unserer Schule nach Manacor auf Mallorca, um dort gemeinsam mit Jugendlichen aus Spanien und den Niederlanden an einem internationalen Informatikprojekt zu arbeiten. Gastgebende Schule war das Collegi Concertat d'Ensenyament La Salle Manacor.
Trotz eines angekündigten Streiks, der die Reise zunächst in Frage stellte, kamen alle Teilnehmenden sicher auf Mallorca an. Am Flughafen wurden sie von spanischen Kolleginnen und Kollegen empfangen und direkt zur Partnerschule gefahren. Ein Tanzworkshop in der Sporthalle sorgte für einen lockeren Einstieg und erste Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern aus den verschiedenen Ländern — eine bessere Eisbrechermethode hätte es kaum geben können.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des eigentlichen Projektthemas: der Arbeit mit Arduino. Dabei handelt es sich um eine programmierbare Mikrocontroller-Platine, mit der sich Hard- und Software direkt verknüpfen lassen. Nach einer gegenseitigen Vorstellung aller Teilnehmenden tauchten die Gruppen gemeinsam in die Welt der Robotik ein — das Herzstück des gesamten ERASMUS+-Projekts.
Am dritten Tag erkundeten alle drei Schulen gemeinsam die Inselhauptstadt Palma de Mallorca. Neben Sightseeing stand auch eine Kostprobe der Ensaimada auf dem Programm — ein traditionelles spiralförmiges Hefegebäck, das zur mallorquinischen Kultur gehört wie die Brezel zu Bayern. Auf der Busfahrt dorthin berichteten die deutschen Schülerinnen und Schüler von ihrer Aufgabe der Vortage: ein typisch deutsches Gericht für ihre Gastfamilien zu kochen. Die Ergebnisse waren offenbar kreativ. Den Nachmittag verbrachten die Gruppen in einer Trampolinhalle — die aufgenommenen Kalorien wurden gewissenhaft wieder verbrannt.
Tag vier führte die Gruppe in die Werkstatt: Eigene Schlüsselringe wurden entworfen und anschließend mit dem 3D-Drucker gefertigt — für viele ein erstes Erlebnis mit dieser Technologie. Parallel dazu wurde das Arduino-Projekt weiterentwickelt, eine konkrete Projektidee ausgearbeitet, umgesetzt und abschließend präsentiert. Ein produktiver Tag, der zeigte, was in kurzer Zeit möglich ist, wenn Kreativität und Technik zusammenkommen.
Der letzte Tag gehörte der Erholung und dem Abschied zugleich: eine Wanderung am Morgen, Zeit am Strand, Packen der Koffer und eine Abschlussparty von 19 bis 21 Uhr, bevor der Abend noch einmal in den Gastfamilien ausklang. Am Samstag trat die Gruppe die Heimreise an — mit neuen Freundschaften, neuen Fähigkeiten und Eindrücken, die noch lange nachwirken werden.
Diese Woche hat gezeigt, was ERASMUS+ leisten kann: Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern arbeiten gemeinsam an echten Projekten, lernen voneinander und erleben Europa nicht als abstraktes Konzept, sondern als gelebte Realität.


Fr, 17. Juli 2026







