Premiere: Robotik-Workshop am Lessing

Für eine NRW-Sportschule ist es nichts Ungewöhnliches, wenn zwei Mannschaften gegeneinander antreten, um zu gewinnen. In der vergangenen Woche aber war doch alles ganz anders als sonst – statt Schülerinnen und Schüler trafen Roboter aufeinander.  

Im Zuge der Begabtenförderung fand am Lessing-Gymnasium und Berufskolleg erstmals ein Robotik-Workshop statt. Qualifiziert dazu hatten sich zehn Schüler aus allen vier 6. Klassen, die bei der Talentsichtung zu Beginn des Schuljahres überdurchschnittlich angeschnitten hatten. 

Um Punkt halb zehn am Dienstagmorgen warteten zwei Trainerinnen der HABA-Digitalwerkstatt in Raum 110 und nahmen die erwartungsvollen Schüler in Empfang. Nach einer kurzen Aufwärmphase, bei der es um erste Programmiererfahrungen und den Einsatz von Robotern im Alltag ging, war es soweit: Die Schüler durften an die Kisten mit unterschiedlichen Bauteilen, um die Roboter zusammenzubauen. „Ihr müsst die mBots richtig anschließen und damit zum Leben erwecken“, sagte Trainerin Lina. Schnell und konzentriert schraubten alle ihre Bots zusammen und warteten nun auf den letzten Schritt – das Programmieren. Auch hier zeigten sich die Schüler digital fit – per iPad trugen sie die Befehle ein und ermöglichten so die Steuerung ihrer Roboter.  

Es folgte das große Finale: Die Trainerinnen teilten die Schüler in zwei Teams mit je drei Robotern ein. Ein Spielfeld war zuvor auf dem Boden abgeklebt worden. Trainerin Jenny warf eine große Papierkugel in die Mitte – der Startschuss zur ersten Partie Roboterfußball am Lessing-Gymnasium. Die Schüler mussten die Roboter so steuern, dass sie den Ball über die Torlinie brachten. Nach großen Emotionen, einer famosen Aufholjagd und zweifacher Verlängerung siegte schließlich das Team um Lucas Haveneth, Simon Brock, Luke Zeh (alle 6d) und Naoki Suzuki (6a) mit 5:4. 

Am Ende waren Trainerinnen und Schüler gleichermaßen zufrieden. „Wir hatten lange keine Gruppe, bei der es so harmonisch zuging“, sagte Trainerin Lina. Die Schüler gaben das Lob zurück. „Es ist toll, was man mit den Robotern alles machen kann“, sagte Benedict Petersen (6a), „und auch das Zusammenbauen und Vorbereiten hat großen Spaß gemacht.“ 

Ein Beitrag unseres Lehrers und Koordinators für die Begabtenförderung Daniel Junglas