Ein fiktiver Reisebericht von Thies (5a): „Meine Reise nach Australien.“

1. Kapitel Die Anreise

Endlich war es so weit: meine Familie und ich flogen nach Australien. Darauf hatte ich mich schon etliche Wochen gefreut. Am nächsten Morgen sollte es losgehen. Die Nacht davor konnte ich kaum schlafen, weil ich so aufgeregt war.

Nachdem meine kleine Schwester Levke und ich in Rekordzeit gefrühstückt hatten, ging es endlich zum Flughafen. Die Koffer waren im Auto. Das Auto war bis oben hin voll, schließlich sollten wir ja drei Wochen in Australien sein. Als wir am Flughafen ankamen, checkten wir erstmal ein. Danach gaben wir unsere Koffer ab. Als wir dann endlich im Flugzeug saßen und abgehoben waren, schlug ich mein Buch über Australien auf, das mir meine Eltern zum letzten Weihnachten geschenkt hatten. Ich las:

Fläche = 7.688.287 km²

Einwohner = 25.324.713

Hauptstadt = Canberra

Währung = Australischer Dollar (AUD $)

Bekannte Städte = Sydney, Melbourne, Canberra, Perth

Sehenswürdigkeiten = Great Barrier Reef, Opernhaus von Sydney, Uluru (Ayers Rock), Kings Canyon, Kakadu Nationalpark.

Ich konnte es kaum erwarten. Einige Sehenswürdigkeiten würden wir auch besuchen. Als ich mit dem Lesen fertig war, fragte ich meine Mutter: „Mama, haben wir eigentlich Australische Dollar dabei?“ „Ja, daran haben wir gedacht!“. Nach 14 Stunden kamen wir in Singapur an. Dort mussten wir umsteigen, damit wir nach Sydney weiterfliegen konnten.

2. Kapitel Sydney

Als wir endlich in Sydney angekommen waren, holten wir unser Gepäck vom Gepäckband und reservierten uns ein Taxi, das uns zu unserem Hotel fahren würde. Im Hotel angekommen legten wir uns erst noch einmal ins Bett. Wir hatten zwar im Flugzeug schon ein bisschen geschlafen, aber es war noch früh am Morgen. Als wir alle wach waren, gab es im Hotel Frühstück. Das war lecker: mit Rührei, gebratenem Speck und frischen Pancakes (kleine Pfannkuchen). Danach gingen wir wieder auf unser Zimmer. Ich schrieb meinem besten Freund eine Nachricht, dass wir angekommen waren, doch bevor ich sie abschickte, überlegte ich, wann er die Nachricht lesen würde, weil wir hier ja zehn Stunden voraus waren. Danach entdeckten meine Schwester und ich das Hotel. Es gab eine kleine Bar, einen großen Garten mit Volleyball- und Badmintonnetz, aber das Beste war der große Pool mit der Wasserrutsche. Levke und ich stürmten schnell ins Zimmer zurück und schnappten uns unsere Badeklamotten. Wir rutschten mindestens 20 Mal und hatten sehr viel Spaß.

Mittags gingen wir in die Innenstadt. Wir schlenderten herum und gingen in ein paar Läden. Als wir am Hafen angekommen waren, sahen wir das coole Opernhaus von Sydney. Es war riesig und mit seinen einzelnen Gebäudeteilen sah es gigantisch aus. Vor dem Opernhaus stand ein Informationsschild: das Opernhaus wurde am 20.10.1973 erffnet und ist 65 Meter hoch. Das Dach des Opernhauses sieht aus wie viele Segel von einem Schiff und die Außenwände bestehen aus fast 1,1 Millionen glänzenden, weißen Fliesen. Das ganze Gebäude hat ungefähr 100 Millionen Dollar (63 Millionen Euro) gekostet und wurde 2007 von der UNESCO in die Liste der Welterben eingetragen.

Am nächsten Morgen gingen wir wieder im Hotel frühstücken und probierten dieses Mal speziell australische Gerichte aus. Wir aßen Porridge, das ist ein australischer Haferbrei und probierten einen australischen Brotaufstrich, der „Vegemite“ heißt. Den mochte ich aber gar nicht, denn der Geschmack erinnerte mich an Maggi. Danach mussten wir uns ein bisschen beeilen, weil wir mittags eine Führung über die Sydney Harbour Bridge hatten. Das ist die bekannteste Brücke in Australien. Der Führer erklärte uns viel über die Brücke, zum Beispiel, dass sie im März 1932 eröffnet wurde. Wir durften über den Brückenbogen klettern. Ich hatte davor ganz schön viel Respekt, schließlich ist sie 49 Meter hoch. Als wir oben waren, genoss ich den Ausblick – der war schön.

Einen Tag verbrachten wir noch am Bondi Beach. Da haben mein Papa und ich einen Schnupperkurs im Surfen gemacht. Die Trainerin hat uns an Land erstmal alle Grundlagen gezeigt und dann durften wir endlich aufs Wasser. Es war ganz schön wackelig. Das Surfen ist in Australien eine Volkssportart. So richtig hat das Surfen bei mir nicht geklappt, aber wir wurden von besonderen Zuschauern überrascht, nämlich Delfine. Das war cool!

3. Kapitel Great Barrier Reef

Nach ein paar Tagen in Sydney flogen wir weiter nach Cairns. Das ist die Stadt, die als Tor zum Great Barrier Reef gilt. Cairns liegt an der Nordostküste von Australien und diente im 19. Jahrhundert als Standort von dem Gold exportiert wurde. Unsere Reise führt hierher, weil wir einige Tage im Great Barrier Reef schnorcheln wollten.

Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Bus zu einer Tauchschule, wo meine Schwester und ich einen Schnorchelführerschein machen wollten. Als der Kurs losging, waren wir überrascht, dass nur deutsche Kinder mitmachten, sogar der Trainer sprach deutsch. Als erstes fingen wir mit den Regeln an. Wir waren schon gespannt auf die Unterwasserwelt. Es wurde wirklich atemberaubend. Nachdem wir den Führerschein gemacht hatten, konnten wir am Nachmittag mit Mama und Papa schnorcheln gehen. Wir hatten großen Spaß.

Im Great Barrier Reef leben ca. 400 Korallenarten und etwas 1500 Fischarten. Das Great Barrier Reef ist wegen des Tourismus stark bedroht. Viele Wissenschaftler nehmen an, dass das Riff in 50 Jahren nicht mehr so aussieht wie heute.

Am nächsten Tag hatten wir eine Bootstour gebucht. Als wir das Boot betraten, fiel mir eins direkt auf: der Boden war aus Glas. Dadurch konnte man alles unter Wasser sehen. Das war cool! Dann fuhren wir los. Wir entdeckten Clownfische, kleine Tintenfische und viele Fischschwärme, die sich wie auf Kommando alle gleich bewegten. Auf einmal sah ich einen Rochen. Er sah wirklich toll aus, wie er sich mit seinen Flügeln wellenartig fortbewegte. Der Führer erklärte uns, das es etwa 630 Rochenarten gibt und das die Stacheln vieler Rochenarten so giftig sind, dass sie einen ausgewachsenen Mann mit einem Stich töten können. Der Rochen, den wir beobachteten, war ein Mantarochen – von ihnen gibt es viele im Great Barrier Reef.

Wir blieben noch ein paar Tage in Cairns und schauten uns die Stadt an. Ein paar Tage später flogen wir in das Zentrum Australiens nach Alice Springs.

4. Kapitel Alice Springs

Alice Springs wurde 1872 gegründet und hat 23.726 Einwohner. Als wir uns im Hotel eingerichtet hatten, gingen wir in die Innenstadt und verbrachten dort den Nachmittag. Am nächsten Morgen gingen wir zu einem Treffpunkt, um dort eine Tour durch das Outback, so nennt man das Innere Australiens, zu starten.

Mit einem Jeep fuhren wir in die Nähe vom Uluru oder wie viele ihn nennen den Ayers Rock. Das ist ein riesiger Felsen, mitten im Nichts, den die Aborigines als heiligen Ort verehren. Von da an erklärte uns der Führer viel über die Aborigines, die Ureinwohner Australiens. Ihre Vorfahren besiedelten vor etwa 40.000-60.000 Jahren den Kontinent. Mit der Ankunft von den Europäern ab 1788 sank ihre Anzahl von geschätzen 300.000 bis 1.000.000 Einwohnern auf 60.000 im Jahr 1920, hauptsächlich wegen Krankheit. Etwa dreiviertel der heute 464.000 Aborigines leben in den Städten und haben sich an die moderne Lebensweise von uns angepasst. Die Führung ging noch ein paar Stunden und war super spannend. Als wir am Abend im Bett lagen, waren wir ganz schön müde.

Am nächsten Tag flogen wir schon zu unserer letzten Reisestation, Melbourne.

5. Kapitel Melbourne

Melbourne ist nach Sydnes die zweitälteste Stadt Australiens und wurde 1837 gegründet. Da besuchten wir die Gastfamilie meiner Mutter. Mama war in ihrer Schulzeit ein Schuljahr in Australien. Wir verbrachten ein paar Tage bei den Freunden.

Der nächste Tag war besonders, denn mein Papa und ich gingen zu einem Australian Football Spiel des Melbourne Football Club. Das Spiel war spannend und der MFC gewann knapp mit 3:2.

Am nächsten Tag gingen wir in den Zoo von Melbourne. Er war sehr groß und spannend. Besonders gefallen haben mir die Koalas und die Kängurus. Wir haben auch einen Platypus gesehen. Das Schnabeltier ist das einzige Tier auf der Welt, das Eier legt und trotzdem ein Säugetier ist.

Nun war unsere Australienreise leider schon zu Ende. Wir flogen von Melbourne zurück nach Düsseldorf. Während ich im Flugzeug saß, gingen mir alle Erlebnisse noch einmal durch den Kopf. Australien ist wirklich ein schönes Land mit vielen tollen Erlebnissen und Menschen. Irgendwann möchte ich noch einmal nach Australien.


Thies Aufdemkamp (5a) hatte im Zuge eines fächerverbindenden Projekts die Aufgabe, einen fiktiven Reisebericht zu verfassen. So konnte er seine Leidenschaft fürs Schreiben (Deutsch bei Frau Acker) mit seiner Neugier in Erdkunde verbinden. 
Er hat sich für Australien entschieden, da seine Mutter dort zwei Jahre ihrer Schullaufbahn verbracht hat. 
All dies ist freiwillig als Extraaufgabe im Homeschooling entstanden.