Freizeitsportleiter/in

Ansprechpartner: 

Herr Efken

  • efken(at)lgbk.de

Der Leistungskurs Sport/Gesundheitsförderung im Bildungsgang „Allgemeine Hochschulreife – Freizeitsportleiter/in (Sport, Biologie)“ steht unter dem Schwerpunkt „Erziehung und Soziales„.

Dies bedeutet, dass die Ausbildung primär einer pädagogischen Intention folgt und in der Verbindung mit dem Unterrichtsfach „Didaktik und Methodik“ berufsorientierende Inhalte vermittelt, die die Schülerinnen und Schüler befähigen soll, andere zum Sport zu motivieren und fachgerecht anzuleiten. So sind z. B. Klausuren im Leistungskurs Sport/Gesundheitsförderung zur Betonung der Berufsorientierung an berufsbezogene Fallbeispiele aus der Sportpraxis gekoppelt. Die sportpraktischen und sporttheoretischen Inhalte in der Unterrichtspraxis orientieren sich an den Rahmenvorgaben der jeweiligen Ausbildungsverordnungen, womit eine gezielte Hinführung zum Zentralabitur im Leistungskurs Sport/Gesundheitsförderung gesichert ist.

Auch in der sportpraktischen Abiturprüfung im Leistungskursfach Sport/Gesundheitsförderung wird eine verstärkt sportpädagogische Ausrichtung verlangt, indem der sportpraktische Anteil der Abschlusslehrprobe in der Berufsabschlussprüfung zum Freizeitsportleiter als 3. Prüfungsteil im Sportabitur (Praxis) angerechnet wird.

Selbstverständlich steht dieser Bildungsgang allen Schülerinnen und Schülern, die die Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe (FOR-Q) haben, offen. Vorteilhaft wäre aber auch eine Neigung zum zweiten Leistungskursfach Biologie sowie zum Fach „Erziehungswissenschaften“ und eine grundsätzliche Bereitschaft, sich auf vermittelnde und erzieherische Tätigkeiten einzulassen und nicht nur das eigene Sporttreiben im Blick zu haben.

Ein besonderer Aspekte der Ausbildung ist, dass der Unterricht im Klassenverband (Ausnahme: Wahlfächer) unter Leitung und Betreuung einer Klassenlehrerin/eines Klassenlehrers stattfindet.

Mit dem erfolgreichen Berufsabschluss wird gleichzeitig die Übungsleiter-C-Lizenz des Landessportbundes erworben.

Folgende Fächer werden im Bildungsgang Freizeitsportleiter/in belegt: 

  • Sport/Gesundheitsförderung Leistungskurs
  • Biologie Leistungskurs
  • Erziehungswissenschaften Grundkurs
  • Didaktik und Methodik Grundkurs
  • Mathematik Grundkurs
  • Englisch Grundkurs
  • Zweite Fremdsprache Grundkurs
  • Deutsch Grundkurs
  • Gesellschaftslehre mit Geschichte Grundkurs
  • Religionslehre / Philosophie Grundkurs
  • Wahlfach Grundkurs

Praktika am Berufskolleg

Das Praktikum im Bildungsgang Freizeitsportleiter sollte berufsorientiert gewählt werden, deshalb findet es auch erst in der Qualifikationsphase statt. Für die beiden Wochen vor den Herbstferien in der Q1 sollten die Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang sich einen sport- oder gesundheits- oder pädagogisch-orientierten Praktikumsplatz selbstständig suchen. Je nach individuellem Interessenschwerpunkt bieten sich z.B. Berufsfelder in der medizinischen Rehabilitation und Pflege oder im sportökonomischen Bereich oder sportpädagogische Berufe an.

Unterschied zwischen den beiden Leistungskursen Sport/Gesundheitsförderung am BK und Sport am Gymnasium

Der Leistungskurs Sport am Gymnasium ist im Vergleich zum Leistungskurs Sport/Gesundheitsförderung am BK weniger pädagogisch ausgerichtet. Da das Fach „Didaktik und Methodik“ am Gymnasium fehlt, ist eine Berufsorientierung nur schwach ausgeprägt. Schwerpunkt der Ausbildung im Leistungskurs Sport am Gymnasium ist die Vermittlung von wissenschaftspropädeutischen und sport- sowie trainingswissenschaftlichen Inhalten.
Wer also weniger an einer Berufsorientierung interessiert ist und wenig Zugang/Neigung zu Biologie und Erziehungswissenschaften hat, sollte die Wahl des Leistungskurses Sport am Gymnasium in Betracht ziehen.
Beide Abschlüsse „Abitur am Gymnasium“ und „Abitur am Berufskolleg“ sind gleichwertig und berechtigen zur Aufnahme eines beliebigen Hochschulstudiums.