Willkommen – Willkommenskultur- Willkommen am Lessing

    ein Beitrag von C. Kohn

    Nach Angaben der Flüchtlingsbeauftragten der Stadt, Frau Miriam Koch, leben zur Zeit 2.250 asylsuchende Menschen in Düsseldorf, bis Ende des Jahres wird sich deren Zahl auf zirka 5000 erhöht haben. Auch in den nächsten Jahren werden mit großer Wahrscheinlichkeit Menschen aus den zahlreichen Krisen- und Kriegsgebieten (unserer so hochgerüsteten Welt) zu uns flüchten.

    Am Beispiel des Fluchtweg von Samia Yusuf Omar konnten unsere Schüler am Freitag bei der intereligiösen Begegnung eine solche Flucht nachvollziehen.

    Die Unterbringung der Flüchtlinge während der Durchführung ihres Asylverfahrens in Düsseldorf erfolgt in Unterkünften wie Hotels, der Kommune gehörenden leerstehenden Objekten, vereinzelt in privat bereitgestellten Wohnungen und in einer Reihe sogenannter mobiler Wohneinheiten. Eine solche Wohneinheit soll nach den Sommerferien ganz in unserer Nähe entstehen, und zwar auf dem noch unbebauten Gelände hinter dem Moskauer Platz. Es soll sich um ein Containerdorf für etwa 200 Flüchtlinge handeln.
    welcome-0074.gif von 123gif.deEin kleiner Kreis von Kolleginnen beschäftigt sich schon länger mit der Fragestellung, wie wir als Schule Zeichen des Willkommens setzen können. Unsere Schüler-und Elternschaft, unsere offene Hinwendung allen Kulturen und Schichten gegenüber, unser Bemühen um einen interreligiösen Dialog, unser vielfältiges soziales Engagement und nicht zuletzt unsere schulprogrammatische Ausrichtung werden sicher viele von uns veranlassen, eine solches Willkommensprojekt mitzutragen.

    Ein Zeichen setzen, die Hand reichen, so wie wir es vermögen, wie könnte das aussehen?
    Ein paar Ideen:
    • Sprachcafé für junge Mütter – Betreuung von Kleinkindern ( Hier sind viele von uns ja Profis) An diesen Treffen besteht ein großer Bedarf.
    • einen Basar ( mit wirklich guten Sachen ) organisieren; Spendenläufe, Spendenfußballturniere
    • Sport -Sport- Sport : Fußballnachmittage, Tischtennisnachmittage, Judonachmittage etc.
    • schulische Begleitung durch SchülerInnen auch als Möglichkeit, Begegnungsängste abzubauen
    • Schülerpatenschaften
    • gemeinsames Arbeiten am Computer
    • internationales gemeinsames Kochen
    • gemeinsames gärtnern und Gemüse anbauen z. B. im Nachbarschaftsgarten in der Ellerstraße
    • ….
    Gemeinsam sollte allen Aktivitäten sein, dass die Flüchtlinge aus dem Containerdorf herausgeholt werden, Orientierung im Stadtteil erhalten und vor allem menschliches Miteinander spüren.
    Gemeinsamer Willkommensgruß, das bedeutet, SchülerInnen , Eltern und andere MitstreiterInnen ( z.B. ehemalige Kolleginnen und Kollegen) finden.
    Wir, die sich schon etwas näher mit dem Thema beschäftigt haben, sehen große Chancen, vor allem SchülerInnen gewinnen zu können. Vorgeschaltet würden Workshops, die SchülerInnen auf die Begegnung und die ehrenamtliche Tätigkeit vorbereiten (z.B. durch den SKM/SKF).
    Und zum guten Schluss: Wir sind nicht allein.
    • Die Bezirksregierung hat Anfang des Jahres pensionierte und aktive LehrerInnen aufgerufen, jungen Flüchtlingen in Erstaufnahmeeinrichtungen eine erste Begegnung mit der deutschen Sprache zu ermöglichen und die Betroffenen auch persönlich zu stützen( Initiative Will- Kommen).
    • Auch die Kommune Düsseldorf, Flüchtlingsbeauftragte, Integrationsrat und unser Oberbürgermeister Herr Geisel unterstützen ein solches Engagement.
    • Der Vorsitzende des Fördervereins, hat uns in seiner beruflichen Funktion ideelle und finanzielle Hilfen zugesagt.
    • Viele Verbände, VertreterInnen von Parteien und Gewerkschaften, NGOs sind als Kooperationspartner sicher zu gewinnen.

    Christa Kohn (für die Gruppe C. Deppe, A. Heimlich ,C. Kohn und A. Untermann)