Streitthema Doping – ein Workshop der Nationalen Anti Doping Agentur am Lessing

    20160404_110510„Das ist doch nicht normal“, das denken viele Sportler, wenn sie die Spitzenleistungen der Topathleten in ihrer Sportart sehen. Spekulationen begleiten den Leistungssport seit Jahren, denn jeder weiß, dass es Medikamente gibt, mit denen man die eigene Leistung „unphysiologisch steigern“ kann. Sind die phänomenalen Zeiten der Sprinter wirklich das Ergebnis eines optimalen Trainings? Oder hat da jemand nachgeholfen? Wurde der Ausdauerfähigkeit des Radrennfahrers mit Blutdoping oder EPO nachgeholfen? Und wenn der Bodybuilder mehr Nahrungsergänzungsmittel als Nahrung konsumiert, ist das dann eigentlich schon Doping?

    LogoDoping ist ein viel diskutiertes und schwieriges Thema. Deshalb hatte am 4.4.16  der Q1LP3 Leistungskurs Sport die NADA zu Gast. Das Lessing- Gymnasium nahm bisher als einzige Schule in ganz NRW an dem Angebot der NADA teil. In einem neuen Workshop, welcher auf die Oberstufe abgestimmt ist, erfahren die Sportler alles über die Durchführung einer 20160404_114553Dopingkontrolle sowie über Dopingsubstanzen und deren Nebenwirkungen. In einem anschließenden Streitgespräch diskutierte der Kurs angeregt darüber, inwiefern Eltern, der Verband, Trainer oder der Sportler für die Einnahme von Dopingmitteln verantwortlich sind. Klar wurde, dass die Gründe häufig vielfältig sind und das nur die Sicht auf den Sportler als Verursacher die Problematik zu stark verkürzt.

    ein Beitrag von Anja Nickel (Kursleiterin LK Sport)