Schüler machen Zeitung – Zeitungsprojekt der Klasse 8

    Düsseldorfer Privatinitiative half Geflüchteten in Serbien

    (Reportage)

    Die private Düsseldorfer Initiative „givealittlebithelp“ rief am 1. November 2015 zu Sach- und Geldspenden für Geflüchtete auf. Vom 21. bis 25. November brachte sie die Hilfsgüter persönlich in ein Flüchtlingscamp in Slavonski Brod, Serbien. Die Hauptinitiatoren Katharina Rohde, Rolf Bock und weitere Helfer nahmen die Spenden in ihrer Wohnung in Düsseldorf entgegen und brachten sie eigenhändig zur EU-Außengrenze. Zwei Sponsoren stellten kostenlos jeweils ein Fahrzeug zur Verfügung. Ihre Motivation für diese Hilfsaktion erklärte Katharina Rohde folgendermaßen: „In den letzten Wochen hat sich die Situation der Menschen auf der Flucht besonders an den Ländergrenzen der EU dramatisch verschlechtert. Angesichts der Berichte waren wir erschüttert, verärgert, traurig – wir mussten einfach etwas tun.“

    Am 21. November fuhr der bei der Intereuropean Human Aid Association (IHA) registrierte Hilfskonvoi „Gemeinsam helfen“ mit ca.90 Kartons mit überwiegend Winterkleidung los. In München sammelte die „Crew“ noch ein Mitglied ein und die vollbepackten Fahrzeuge zogen weiter nach Österreich.

    Ihre erste Station war in Dopova, Slowenien. Aufgrund des schlechten Wetters benötigten die Geflüchteten dort am ehesten Kleider und Schuhe. Ein Teil der Ladung verteilte die „Crew“ bereits dort.

    Nach insgesamt 20 Stunden Fahrt erreichte die „Crew“ Slavonski Brod, Serbien in der Nacht und begann am nächsten Tag direkt mit der Arbeit als Helfer im Camp. In diesem Grenzort, wo viele Geflüchtete auf den Weitertransport in die EU warten, verteilten sie die mitgebrachten Spenden. „Schuhe für Männer sind innerhalb von 3 Minuten, Schuhe für Frauen sind nach 5 Minuten keine mehr da“, berichtete Katharina Rohde. Sie schilderte außerdem, dass wenn die Leute erst einmal in den Bussen sind, sie ihnen nichts mehr mitgeben könnten. Die „Crew“ arbeitete in verschiedenen Schichten bei der Betreuung und ärztlichen Versorgung der Menschen. Die Arbeit sei hart, es sei sehr kalt und es fehle an Ärzten und Medikamenten, erzählte Rohde.

    Die Helfer waren sehr engagiert und erfüllten ihre Arbeit so gut sie konnten. Daniel, ein Helfer und Mitglied der „Crew“, sagte als ein Karton mit Socken ankam: „Ich hätte nie […] gedacht, dass mich Socken so glücklich machen können.“

    Am 25. November traten sie die Rückfahrt an und kamen gesund wieder in Düsseldorf an.

    Bildunterschrift: Die „Crew“: Lola, Simon, Daniel, Katharina, Jacob (1. Reihe, schwarze Mütze), Hannah und Basti, Projektkoordinator des Freiwilligencamps vor Ort

     

    Daniel B. Ndouop und Kelsey D. Ramstijn aus der 8a
    Quelle: www.givealittlebit.help/, zuletzt abgerufen am 5.12.2016

    Bild: Katharina Rohde


     

    Woher kommt der Hass gegen Flüchtlinge?

    Viel zu viele sehen in Flüchtlingen eine Bedrohung

    (Kommentar)

    Zehntausende fliehen zur Zeit vor Krieg, Krankheit und Terror aus Syrien und anderen Ländern. Auf einem Weg zu einem besseren Leben nehmen sie viele Gefahren und Hindernisse auf sich, sei es brennende Hitze, die Fahrt übers Meer oder eisige Kälte. Das Ziel ihrer Reise sind wir. Um hier eine zweite Chance für ihr Leben zu bekommen, setzen sie sich all diesen Strapazen aus. Bei uns fühlen sie sich in Sicherheit. Wir sind für sie das Ende ihrer Furcht und der Beginn ihrer Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

    Dass diese Menschen mit unserem Land all dies verbinden, sollte uns eigentlich stolz machen. Wir könnten denken: Was für ein tolles Bild hat die Welt von uns. Und tatsächlich denken hier auch viele so. Und sie wollen darüber hinaus ihre Hilfe anbieten und teilen. Aber auf der anderen Seite wächst die Zahl der Leute, die etwas gegen Flüchtlinge haben und sie für eine Bedrohung halten, die am besten gar nicht erst ins Land sollten oder so schnell wie möglich wieder dorthin zurückkehren müssten, wo sie her kamen.

    Was können die Gründe für diese Ängste sein?

    Die Menschen, von denen wir sprechen, haben Angst vor sozialem Abstieg, davor, dass sie ihre Arbeit verlieren und allgemein vor großen Veränderungen. Sie fürchten, dass niemand mehr auf ihre Sorgen achtet und sich alles auf die Flüchtlinge konzentriert. Deshalb kommen sie ihnen als Sündenbock gerade Recht. Dabei machen sie sich überhaupt keine Gedanken, weshalb sie geflohen sind. Früher hatten sie in Syrien oder anderen Kriegsländern genau so ein Leben wie jeder andere. Die meisten hatten eine Arbeit, ein schönes zu Hause. Ihre Kinder konnten zur Schule gehen, ohne sich vor Bomben und Gewehren zu fürchten. Sie feierten große Familienfeste, waren glücklich und freuten sich ihres Lebens. Sie hatten Pläne für ihre Zukunft und die ihrer Kinder.

    Und heute:

    Sie verloren ihre Arbeit, viele ihrer Freunde und Verwandten sind tot und wurden Opfer von Gewalt und Krieg. Häuser, Straßen und Schulen wurden zerstört. Nichts blieb wie es war. Wo es früher viel Freude und Liebe gab, herrscht heute nur noch Trauer und Leid. Und das Schlimmste ist, es scheint kein Ende in Sicht zu sein. Vieles deutet sogar daraufhin, noch schlimmer zu werden.

    Die Leute, die Flüchtlinge als Bedrohung sehen, sollten sich vielleicht einmal selber in die Lage versetzen, was sie in einer solchen Situation machen würden.

    Würden sie nicht versuchen, das Leben ihrer Kinder und Verwandten zu retten?

    Würden sie nicht versuchen, woanders noch einmal von vorne anzufangen?

    Würden sie nicht versuchen, über die Situation hinweg zu kommen?

     

    Cynthia Kurt aus der 8a


    In Gottes Namen

    Uns allen sind die Anschläge von Paris, die am 13. November 2015 geschahen noch klar vor Augen. Bei insgesamt sechs Anschlägen kamen 132 Menschen ums Leben und mehr als 350 Menschen wurden verletzt. Der Drahtzieher dieser Attentate heißt Abdelhamid Abaaoud, der selbst fünf Tage später in Saint-Deniz in der Nähe von Paris bei einem Anti-Terror-Einsatz getötet wurde. Er selbst war Belgier, der 2014 in Syrien für den IS kämpfte und viele davon überzeugen konnte, mit ihm in Gottes Namen gegen die westliche Welt zu kämpfen.

    Doch wie kann es dazu kommen, dass Menschen dazu gebracht werden, sich freiwillig einen Sprengstoffgürtel umzubinden und sich in einer Menschenmenge in die Luft zu sprengen? Wer tötet mit Absicht Männer, Frauen und Kinder, die am Leben Freude haben, indem sie Essen gehen oder Konzerte besuchen? Warum richtet man Menschen hin, verursacht Massaker und gibt sogar sein eigenes Leben dafür hin, so viele Menschen wie möglich zu töten? Die Gründe kann und will man nicht verstehen, aber man kann die Ursachen für diese Taten herausfinden und so vielleicht vorbeugende Maßnahmen ergreifen, die verhindern, dass der IS immer mehr Anhänger gewinnt.

    Interpol schätzt, dass 90% der IS-Anhänger Männer im Alter zwischen 18 und 29 Jahren sind. Davon kommen sogar ca. 32% aus Europa. Doch wie gewinnt der IS in Europa Menschen, die mit westlichem toleranten Denken aufgewachsen sind, für so eine radikale Lebensweise? Die Antwort liegt in der „Jugend“ allgemein. Egal in welchem Land oder in welcher Religion: Jugendliche befinden sich allesamt zeitweise in Selbstfindungsphasen. Sie rebellieren, stellen die eigene Lebensart sowie die eigene Familie in Frage, sie provozieren und sind grundsätzlich erst einmal dagegen. Genau das ist der Zeitpunkt, an dem der IS zuschlägt. Zielgruppen sind junge Leute, die gerade die Ausbildung abbrachen, ihr Studium hinschmissen oder vielleicht einen Freund/Freundin verloren haben. Durch die Unsicherheit des Lebens, sind sie offen für Neues/Anderes, etwas das ihnen einen Sinn gibt. Anwerber des IS sind meist im gleichen Alter und geben dem Betroffenen das Gefühl von Nähe, Sicherheit und endlich verstanden zu werden. Benno Hafeneger, Professor für außerschulische Jugendbildung sagt, dass Jugendliche bewusst in deren Sprache angesprochen werden. Dies geschieht über die Musik (Hip-Hop) oder durch Botschaften, verschickt auf PC und an Smartphones. Durch die klare Ideologie des IS, nämlich dass der Westen nur für Konsum, Medien, Mode und Leistungsdenken steht, fühlt sich der Jugendliche, der gerade sein Studium abbrach, natürlich bestätigt darin, dass er nur ausgenutzt wird. Der IS setzt ihn nicht unter Druck Prüfungen zu absolvieren oder eine Ausbildung zu machen, sondern gibt den Neulingen das Gefühl von Bruderschaft und Gleichheit. Es ist ganz klar definiert wer gut ist und wer schlecht ist. Der IS lebt für eine neue Welt, die durch Märtyrer umgestaltet werden soll. Nur wer stirbt, ist ein Held, der belohnt wird. Dadurch entsteht eine Sehnsucht nach dem Tod, welcher als Belohnung das Paradies verspricht.

    Das Traurige ist, dass man an Jugendliche, die erst einmal radikalisiert sind, nicht mehr herankommt. Meist haben sie mit dem Elternhaus gebrochen, Europa verlassen und leben in Syrien oder im Irak in IS-Ausbildungscamps. Hier gelandet, gibt es kaum Hoffnung, dass die Anhänger wieder auf einen normalen Weg zurückfinden. Sie lernen mit Sprengstoff umzugehen, Waffen zu gebrauchen und organisiert zu töten. Dies alles in Gottes Namen.

    Ein Eingreifen und Verhindern, dass jemand nur noch diesen radikalen grausamen Weg sieht, um Bestätigung und Verständnis zu erhalten, muss also frühzeitig erfolgen. Und zwar im ersten Stadium der Entwicklung – wenn Personen „nur“ unzufriedene Jugendliche sind, die sich gerade in einer Lebenskrise befinden. Hier sind aber nicht nur die Eltern der Kinder gefragt, sondern auch Lehrer, Freunde, Trainer, Geschwister und auch Ämter sind notwendig, gemeinsam die Augen offenzuhalten. Sei es durch aufbauende Maßnahmen in Schulen, Aufgaben die Gemeinschaften fördern oder zielgerichtete Gespräche, die schwache Jugendliche in ihrer Persönlichkeit stärken.

    Unsere Zukunft diesbezüglich zu Sichern ist eine Herausforderung an die gesamte Gesellschaft. Denn dieses Problem betrifft uns alle.

     

    Simon Scheer aus der 8a

     

    Quellen:

    Rheinische Post vom 25.11.2015

    http://www.tagesspiegel.de/politik/islamischer-staat-120-is-anhaenger-nach-deutschland-zurueckgekehrt/10755664.html


    Massaker in Paris

    Am Freitag den dreizehnten November verursachten islamische Terroristen mehrere Terroranschläge in Paris. Dabei kamen 130 Personen ums Leben.

    (Bericht)

    PARIS Die Stadt der Liebe wurde am Freitagabend zum Ort des Terrors. Gegen 21.30 Uhr erschütterten innerhalb einer Stunde acht koordinierte Terroranschläge den Vorort Saint-Denis und die französische Hauptstadt.

    Drei Terrorkommandos mit acht Terrorristen übten die Anschläge aus. Es handelte sich um mehrere Schussattentate, ein Massaker mit Geiselnahme sowie sechs Explosionen, die von Selbstmordattentätern mit Sprengstoffwesten ausgelöst wurden. Dabei starben 130 Personen, 352 wurden verletzt, davon 97 schwer.

    Die Angriffe richteten sich gegen die Besucher des Fußballspiels Frankreich gegen Deutschland, gegen die Besucher des Rockkonzerts im Bataclan-Theater, sowie gegen Besucher zahlreicher Bars, Cafés und Restaurants. Die meisten Opfer gab es bei der Schießerei im Bataclan – Theater. Das geplante Blutbad im Stade de France, wo sich die zwei Nationalmannschaften gegenüber standen, konnte verhindert werden, indem den drei Terrorristen der Eintritt verweigert wurde. So sprengten sie sich vor dem Stadion in die Luft. Außerdem starben drei weitere Attentäter in unmittelbarem Zusammenhang mit ihren Anschlägen und der siebte wurde von der französischen Polizei erschossen. Doch ein Attentäter wird noch gesucht. Das ist der 26 jährige Salah Abdeslam, Bruder eines Täters.

    Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ bekannte sich am 14. November 2015 zu den Anschlägen.

    Die Kriegserklärung des IS richtet sich gegen alle zivilisierten Gesellschaften. Diesmal traf es Paris und die Mitte der französischen Gesellschaft. Die hasserfüllten, islamistischen Krieger wollen den Kulturkampf. Die Fanatiker kämpfen gegen die freie Welt und gegen die gesamte Menschheit. Sie wollen das zerstören, was uns sehr wichtig ist: die Freiheit, Freude und das Miteinander.

    Kai Schopa aus der 8a

    Quelle:

    https://www.spiegel.de ,“Terror in Paris: Die Karte der Tatorte“, abgerufen am 29.11.2015

    https://www.t-online.de , Nachrichten, abgerufen am 29.11.2015

    https://www.wikipedia.de ,“Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris“, abgerufen am 28.11.2015

    https://www.zeit.de , „Terror in Paris: IS bereitet weitere Anschläge in Europa vor“, abgerufen am 3.12.2015


    Doping-Skandal in Russland

    Höher, schneller, weiter –

    darum geht es vor allem in der Leichtathletik .

    Doch manche Sportler gehen zu weit – sie dopen. So war es auch beim russischen Leichtathletikverband, wo viele Spitzensportler positive Dopingergebnisse hatten.

    Immer wieder wurden Dopingfälle in Russland aufgedeckt. Doch seit der letzten WM waren es besonders viele. Das Gericht des Leichtathletikweltverbandes (IAAF) beschloss daraufhin, die russische Leichtathletik-Förderration (ARAF) vorerst von internationalen Wettkämpfen zu suspendieren, da die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) dem russischen Verband flächendeckendes Doping und Korruption vorwarf.

    Angeblich stellte man fest, dass der ganze Stützpunkt gedopt hatte. Es wurden verdächtige Substanzen im Blut der russischen Athleten festgestellt, die vom ehemaligen Chefarzt Portugalow betreut wurden. Portugalow war nicht nur der Arzt der Leichtathleten, sondern auch der Schwimmer und Biathleten. Hier liegt die Vermutung nahe, dass auch diese Verbände in den Dopingskandal verwickelt sein könnten. Außerdem gibt es Forderungen, dass fünf Athleten und weitere fünf Trainer lebenslang aus den internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen werden.

    Somit droht Russland auch der Ausschluss von den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.

    Die anderen russischen Athleten beschwerten sich über dieses Urteil. Jelena Issinbajewa, die Spitzenathletin des russischen Leichtathletikverbandes, beschrieb die Strafe aller russischer Leichtathleten als unfair.

    Warum sollen saubere Athleten wegen der Fehler anderer Sportler leiden, die IAAF sollte objektiv sein und jeden Einzelnen betrachten“, äußerte sich die zweifache Olympiasiegerin und Weltrekordhalterin im Stabhochsprung.

    Die Reaktion des russischen Sportministers Witali Mutko ist sehr unerwartet. Er möchte nichts abstreiten, stattdessen geht er davon aus, dass Russland, trotz allem, Leichtathleten zu den Olympischen Spielen 2016 nach Rio de Janeiro schicken darf.

    Aidan Warnt, Dominic Vogel aus der 8a

    Quellen:

    www.Deutschlandfunk, www.tonline.de, www.BerlinerMorgenpost.de, www.Focus.de, www.Faz.net, www.Zeit.de, www.Sueddeutsche.de, www.Franfurterallgemeine.de