Schüler machen auf Flüchtlingsschicksale aufmerksam

    interedi2Ein Beitrag von A. Heimlich mit Fotos, die uns freundlicher Weise von R. Can zur Verfügung gestellt wurden.

    Mit einem zur Zeit besonders brisanten Thema haben sich am letzten Schultag vor den Sommerferien die Schüler des Lessing-Gymnasiums beschäftigt. In der Moschee des Verbands der islamischen Kulturzentren (VIKZ) in der Ackerstraße trafen sich am letzten Schultag Schüler und Lehrer zu einer interreligiösen Begegnung unter dem Titel „Fluchtwege“. Bei der Veranstaltung, die dieses Jahr zum wiederholten Mal stattfand, setzten sie sich mit den Fragen auseinander, die sich für Christentum und Islam durch die Flüchtlingsströme nach und in Europa stellen.

    Fluchtweg von Samia Yusuf Omar

    FluchtwegExemplarisch gingen die Schüler auf das Schicksal der Somalierin Samia Yusuf Omar ein, die für ihr Land 2008 an den Olympischen Spielen in Peking teilgenommen hatte. Sie war 2012 auf dem Weg nach London im Mittelmeer ertrunken, wo sie ein weiteres Mal bei Olympia an den Start gehen wollte.

    interedi1Beeindruckt von der Veranstaltung waren nicht nur die Teilnehmer. Dirk Sauerborn, Ansprechpartner für interkulturelle Angelegenheiten beim Polizeipräsidium Düsseldorf lobt die Begegnung und wünschte sich weitere ähnliche Begegnungen im nächsten Jahr. Im Namen der Schulleitung sprach Herr Langhoop, unser Rektor, der Leiterin der Fachgruppe, Frau Heimlich, seinen ganz besonderen Dank für diese gelungene, bewegende Veranstaltung aus.

    Animiert vom Geist der Veranstaltung plant eine Projektgruppe „Willkommenskultur“ am Lessing im kommenden Schuljahr Aktionen, den in Schulnähe untergebrachten Flüchlingen eine Hand zum Willkommen zu reichen.

    Vorgeschlagen sind unter anderem:

    • Ein Sprachcafé für junge Mütter – Betreuung von Kleinkindern (Hier sind viele von uns ja Profis) An diesen Treffen besteht ein großer Bedarf.
    • Ein Basar (mit wirklich guten Sachen) organisieren; Spendenläufe, Spendenfußballturniere
    • Sport -Sport- Sport : Fußballnachmittage, Tischtennisnachmittage, Judonachmittage etc.
    • Schulische Begleitung durch SchülerInnen auch als Möglichkeit, Begegnungsängste abzubauen
    • Schülerpatenschaften, gemeinsames Arbeiten am Computer
    • internationales gemeinsames Kochen
    • gemeinsames Gärtnern und Gemüse anbauen z. B. im Nachbarschaftsgarten in der Ellerstraße
    • ….

    Weitere Informationen zum Flüchtlingprojekt finden Sie hier.