Post aus dem Bundeskanzleramt

ein Beitrag von Annika Kürten und Alina Sanmartin Mendez

Menschenrechte, ein Gesetz das für jeden gilt oder sollen wir eher sagen das für jeden gelten sollte? Menschenrechte werden von vielen als selbstverständlich angesehen, aber dennoch alltäglich missbraucht. Diskriminierung, psychische Verletzungen, Ausgrenzungen Rassismus, all dies sind auch Dinge, welche gegen die Menschenrechte verstoßen.

Wir, Annika Kürten und Alina Sanmartin Mendez, behandelten das Thema Menschenrechte in unserem katholischen Religionsunterricht der EF (Kurs von frau Abdinghoff) intensiv, bis wir uns dazu entschieden haben das Thema Rassismus in Deutschland als Schwerpunkt zu nutzen.

Im Bezug dazu sollten wir Briefe verfassen, dieser in unserem Falle an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel in Berlin geschrieben wurde.

Wir wollten mit diesem Brief die Bundeskanzlerin darauf aufmerksam machen, dass die Menschenrechte noch heute in Deutschland in Form von Rassismus verletzt, bzw. missbraucht werden. Dies haben wir auch nochmal mit dem Echo Skandal in Verbindung gesetzt, bei diesem Rapper antisemitische Texte verbreiteten und keiner dazu etwas sagte, bis sie für ihr Album ausgezeichnet wurden.

Nachdem wir unseren Brief abgesendet haben kam nach ungefähr drei Wochen die Überraschung: es kam eine Antwort aus dem Bundeskanzleramt in Berlin!

Leider war die Antwort nicht von Frau Dr. Merkel persönlich geschrieben, aber der Brief wurde in ihrem Namen verfasst.

 

Liebe Alina, liebe Annika,

die Bundeskanzlerin hat mich gebeten, Euch den Eingang Eures Briefes vom 23. April 2018 zu bestätigen und Euch zu antworten.

Eure Ausführungen wurden hier aufmerksam aufgenommen. Die Bundeskanzlerin findet es sehr wichtig, dass ihr Euch mit dem Thema ,, Rassismus ’’ in seinen verschiedenen Ausprägungen auseinandersetzt.

Nun, alles was Ihr angemerkt habt, findet den vollen Konsens der Bundeskanzlerin. […]

Auch ist die Rechtsordnung in Deutschland (etwas Strafrecht, Ordnungswidrigkeitsrecht) ganz eindeutig: Alle Verstöße im Umkreis von Rassismus und Diskriminierung sind erfasst und sanktionsbewehrt. […]

Dazu zwei Beispiele aus unserem Land, die immer wieder für Ernüchterung sorgen: Der hochgeschätzte und weithin beachtete Martin Luther war überzeugter Antisemit (vgl. etwas seine Schrift von 1543 ,,Von den Juden und ihre Lügen’’). Der alljährlich in Bayreuth und in der Welt gefeierte Richard Wagner hat sich mit dem Aufsatz ,,Das Judentum in der Musik’’ antisemitisch positioniert. […]

 Die Bundeskanzlerin hat sich über Euren Brief gefreut. Sie wünscht Euch für die Schule und die Zukunft alles Gute.

 Mit freundlichen Grüßen

Thomas Rücker

Autor: Schulte

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