Lessing Gymnasium trifft Latein Lektürekurs der Uni Köln

    ein Beitrag von Ouafaa Asaguiri & Reşat Anil Demirkan

    Ausgabenseite CiceroSamstag, 16. Januar , Köln: Heute machten wir – das sind Resat , Soumiya und Ouafaa – uns auf den Weg zur Universität nach Köln. Wir drei besuchen momentan das Lessing Gymnasium/ Berufskolleg und sind in der Q2, also im letzten Jahr, kurz vor dem Abitur. Vor einer Woche fragte uns unser Lateinlehrer, Herr Wasserfuhr, ob wir Lust hätten, eine Sitzung seines Lektürekurses in der Uni zu besuchen, den er in diesem Wintersemester in Köln gibt. Dort liest er nämlich mit Studenten einen Autor, welchen auch wir in den letzen Unterrichtsstunden behandelt haben. Es geht um Ciceros Reden gegen Catilina. Wir nahmen dieses Angebot natürlich an und begaben uns nach Köln zum Lektürekus. Bevor dieser begann wurden wir etwas durch die Uni und die Bibliothek des Instituts für Altertumskunde geführt und haben einiges an Informationen mitnehmen können. Als wir letztendlich im Hörsaal saßen, durften wir dem Unterricht folgen. Es war ein sehr kleiner, netter Kurs, der auch sofort bereit war eine grammatikalische Satzkonstruktion zu erklären, die uns Lateinern von der Schule noch unbekannt war. Schnell wurde klar, dass das nicht nur ein einseitiges Gespräch war, sondern Herr Wasserfuhr mit allen Studenten interagiert und sich verschiedene Übersetzungsvarianten anhört, genau so wie es in unserem Lateinunterricht ist. Allerdings waren die Passagen der Rede Ciceros komplexer. Dennoch scheuten wir uns nicht, hin und wieder eine Frage zu stellen oder sogar selbst mitzumachen. Bewundernswert war, dass alle die am Kurs teilnahmen, ohne Wörterbücher übersetzen konnten. Alle waren sehr gut vorbereitet , manche Studenten konnten sogar ohne Mitschriften auffallend gut mitarbeiten. Schließlich arbeiteten wir bis 12 Uhr eine ganze Menge durch und machten zwischendurch eine kleine Pause. Nach der mühseligen Übersetzungsarbeit waren wir im Gegensatz zu den Studenten fix und fertig. Aber wir ließen uns natürlich nichts anmerken. Schließlich war dieser Tag für uns Latein-Schüler sehr aufschlussreich. Wir konnten viele Erfahrungen sammeln und darüber wurde uns auch ein Einblick in die Welt der Studenten vermittelt, wie es beispielsweise in einer Vorlesung zugehen könnte. Abgesehen davon können wir uns des Weiteren ein großes Beispiel an den Studenten nehmen, denn wir haben deutlich gemerkt, dass sie sich sehr mit der lateinischen Sprache auseinandersetzen und engagiert mit Leidenschaft arbeiten. Außerdem endet das Interesse der Studenten nicht direkt nach der Veranstaltung , sondern geht darüber hinaus. Sie beschäftigen sich mit offen gebliebenen Fragen noch in ihrer Freizeit. Zusammenfassend gab uns dieser Tag einen sehr tollen Einblick in das Leben eines Studenten. Es hat sich wirklich sehr gelohnt!