Lebendiges Gesundheitsprogramm: Kartoffelernte 2014

    Eine Aktion im Rahmen des NRW Landesprogramms Bildung- und Gesundheit

    ein Beitrag von C. Deppe

    Kartoffel424 Kinder der Jahrgangsstufen 5 und 6 sowie sechs Eltern folgten der Einladung zur Kartoffelernte auf den Hof zur Hellen. Das hat Spaß gemacht! Nachdem der erste Hunger mit Milch und Butterbrötchen gestillt war, ging es mit Schubkarren und Eimern auf den Kartoffelacker. In „null komma nix“ waren die Eimer voll, die Kartoffelsäcke gefüllt, die Kinder begeistert bei der Sache. Wobei sie unterscheiden mussten zwischen Kartoffeln für den menschlichen und solche für den „schweinischen“ Verzehr. Die zuletztgenannten lagen Kartoffel7schon länger an der Oberfläche und hatten eine schwarze Unterseite, die „Guten“ der Sorte „Linda“ hatten die Kinder selber gerade aus der Erde geholt und waren daher rundum gelb und knackig. „In Polen bei der Oma ernten wir die Kartoffeln auch so“, erinnerte sich ein Junge an den letzten Aufenthalt im Land seiner Eltern.

    Kartoffel6Auf dem Rückweg zum Hof sammelten alle begeistert eine ganze Schubkarre voller Kastanien, um sie später an die grunzenden Zeitgenossen zu verfüttern.

    Mittlerweile, über zwei Stunden waren bereits vergangen, stellten sich Hunger und Durst ein. Am Lagerfeuer bruzzelte das selbst zubereitete Stockbrot. Die selbst geernteten Kartoffeln wurden gekocht und dann mit leckerem Kräuterquark hungrig verzehrt. Da griff auch schon mal ein Vater beherzt mit spitzen Fingern in den Kartoffeltopf.Kartoffel8

    Einige Kinder entpuppten sich als wahre Geschmacksexperten und erklärten differenziert den Unterschied der zwei Sorten Kartoffeln Linda und Rosa. „Die Gelbe schmeckt intensiver, die Schale ist dünner und man kann sie mitessen, bei der rosaferbenen Kartoffel schmeckt mir die Schale überhaupt nicht“, erläuterte z. B. ein Junge der Bäuerin Frau Wamsler.

    „Mein Vater hatte in Marokko auch einen Bauernhof“ erzählte ein Mädchen angesichts der Esel, Hühner und Kühe auf dem Hof. Wie schön, dass nun auf diese Weise das Mädchen Bauernhof-Erfahrungen machen kann, die es als Stadtkind in seinem Alltag sonst nicht erlebt.

    Zum Abschluss bekam jedes Kind eine Tüte der selbst geernteten Kartoffeln mit nach Hause. Kartoffel1Und dann gings ab mit dem Bus Richtung Schule. Wieder mal rotwangig und mit glänzenden Augen. Es ist doch gar nicht so schwierig, Kinder glücklich zu machen!

    Den Eltern möchten wir für ihr Engagement danken. Sie waren es, die die Stecken für das Stockbrot schnitten, das Lagerfeuer entfachten und bewachten, die Kartoffeln kochten, Frau Melka gilt der Dank für die Zubereitung des Stockbrotteiges. Bei Frau Wamsler vom Hof zur Hellen möchten wir uns wieder für die kompetente agrarwirtschaftliche und pädagogische Betreuung bedanken.

    Und natürlich danken wir der Sarah-Wiener-Stiftung, die die Hoffahrten durch ihre finanzielle Unterstützung überhaupt erst ermöglicht.

     

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