NRW-Sportschulklasse oder Sportbetonte Klasse?

Voraussetzung für die Aufnahme in eine der NRW-Sportschulklassen ist der bestandene Sportmotorische Test (MT1). Dieser berechtigt zur Teilnahme an Talentfördertraining durch entsprechend qualifizierte Trainer in den Kernsportarten Fußball, Handball, Basketball, Tischtennis, Leichtathletik und Judo (mit anderen Kampfsportarten). Hier setzt sich deutlich der Leistungsgedanke ambitionierter Sportler durch. Es besteht für Schüler der NRW-Sportschulen zudem die Möglichkeit für Vormittagstraining außerhalb von Schule, wenn sie eine Sportart betreiben, die nicht durch unsere Trainer vermittelt werden kann (z.B. Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Turnen, Tennis, Golf, etc.).

Der nichtbestandene Sportmotorische Test berechtigt demnach nicht zur Teilnahme am Talentfördertraining und der sportliche Leistungsgedanke wird durch den Kreativität und Bewegungsfreude ersetzt.

Kreative Sportprojekte, in Verbindung mit den Fächern Kunst und Musik werden in der Sportbetonten Klasse durchgeführt. Aufgeschlossen sein für das Kennenlernen weiterer Sportarten, über den üblichen Sportunterricht hinaus, vertiefende Unterrichtseinheiten zu ausgewählten Sportarten und die Freude an sportlicher Bewegung sind hier kennzeichnend für die Sportbetonte Klasse. Auch Schüler mit bestandenem Sportmotorischem Test können sich für die Sportbetonte Klasse entscheiden und behalten ihre Berechtigung zur Teilnahme an Talentfördertraining in den Kernsportarten.

Für weitere Informationen zum Sportkonzept der NRW-Sportschule in den Klassen 5 bis 7 finden sie hier.

Unabhängig davon, ob NRW-Sportschulklasse oder Sportbetonte Klasse – alle Schülerinnen und Schüler betreiben Sportunterricht mit ihrer Sportlehrerin bzw. ihrem Sportlehrer im Klassenverband. Dort wird Sport entsprechend des Lehrplans unterrichtet und Wertevermittlung, die das Unterrichtsfach Sport mit sich bringt, findet hier statt.

Besonders in den Klassen der Erprobungsstufe weist der Sportunterricht einen sozialen Schwerpunkt auf mit dem Ziel, Team- und Gemeinschaftsempfinden im Klassenverband zu entwickeln und zu stärken.

Der Unterschied zum Sportunterricht an Nicht-NRW-Sportschulen besteht darin, dass währenddessen ein Trainer mit den Sportlehrern kooperiert. Die Trainer vermittelt, abgestimmt auf den jeweiligen Sportunterricht, zeitgleich eine Sportmotorische Grundlagenausbildung zur Förderung der Ausdauer-, Kraft-, Schnelligkeitsfähigkeit, der Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit. Sportunterrichtsprojekte, wie z.B. Kanufahren, Rudern oder Wasserball werden ebenso durchgeführt.

Als NRW-Sportschule ist das Lessing-Gymnasium berechtigt, auch begabte Kinder, die nicht in Düsseldorf wohnen, aufzunehmen.  Für die kommende Jahrgangsstufe 5 bedeutet dies, dass die Eltern solcher Kinder, die den Sportmotorischen Test (MT1) bestanden haben und eine entsprechende Schulformempfehlung aufweisen können, auch aus anderen Städten oder Gemeinden eine Anmeldung am Lessing-Gymnasium vornehmen können.