Futuristisch: „Think-Big“-Tour am Lessing

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    ein Beitrag von R. Krell

    Kühlschränke, die davor warnen, dass die Milch abläuft, sind heute keine Science Fiktion mehr: Erste Versuche mit selbstständig lenkenden Fahrzeugen finden bereits in Australien statt. Lisa Pickl (25) erklärt gegenüber der Rheinischen Post: „Der Mensch klappt das Lenkrad dann einfach beiseite und döst während der Fahrt ein wenig.“ Was heute noch als visionär gilt, könnte schon morgen Realität sein. Auf der „Think big“-Tour, einem Jugendprogramm der Telefónica Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), informierte Pickl mit ihren Kollegen gleich sieben Schülergruppen des Lessing-Gymnasiums über die neuesten Entwicklungen im Bereich Internet. Am Mittwoch, 22.6.2016, hat die „Think-Big“-Tour 2016 in Düsseldorf Station gemacht — natürlich am Lessing, das ja in weitem Umkreis sicher das umfangreichste und mit dem Bildungsgang „Abitur mit Schwerpunkt Mathematik/Informatik“ und den Informatik-Leistungskursen sicher auch das beste Informatik-Angebot hat.WP_20160622_09_57_35_Pro

    „Think Big“ unterstützt vor allem soziale Projekte mit Hilfe digitaler Medien. Die Tour wollte den Schülerinnen und Schülern das Internet der Dinge näher bringen, auf Fördermöglichkeiten aufmerksam machen, und sie zu eigenen Projekten anregen: Wer etwa seine kranke Oma mit einer Fitness-Uhr ausstatten will und dazu die Smartphone-App so umschreiben möchte, dass sie nicht nur Bewegung, Puls und Kalorienverbrauch aufzeichnet, sondern bei vermuteter Ohnmacht automatisch einen Notruf wählt, kann sich an „Think Big“ wenden. Vor- und Nachteile autonomen Fahrens, im Internet nachbestellender Kühlschränke oder intelligenter Haustechnik wurden kurz diskutiert.

    WP_20160622_12_46_31_ProVor allem aber hatten die jungen Tutoren genug Minicomputer vom Typ ‘Raspberry Pi’ und passendes Material mitgebracht, so dass die Schülerinnen und Schüler in 3-er- oder 4-er-Gruppen selbst einen Lehrerroboter programmieren konnten oder ihr Jugendzimmer smart machen konnten: Sensoren erkannten, wenn jemand das Zimmer betritt und schalten das Licht ein. Nähert man sich dem Bildschirm, sollte der Computer starten und automatisch den eigenen Stundenplan anzeigen (damit man vor lauter technischer Spielerei nicht die Hausaufgaben oder gar den Unterricht vergisst). An anderen Stationen war Sprachsteuerung möglich bzw. konnten gezeichnete Avatare beim Berühren eines Bleistiftstrichs vorher aufgezeichnete Textsequenzen abspielen. Dank guter Anleitungsbücher und im Bedarfsfall der Unterstützung durch die speziell geschulten Studenten gelangte jeder Gruppe zu ordentlichen WP_20160622_12_44_57_ProErgebnissen und die Zeit verging wie im Flug. Alle waren sich einig: Diese Workshops haben Spaß gemacht und man hat nebenbei eine ganze Menge gelernt (z.B. die Programmiersprache Scratch) und selbst einen Minicomputer in der Hand halten, konfigurieren und bedienen können. Für alle sieben Informatikkurse, die am Mittwoch stattgefunden hätten, wurden in drei Schichten und in bis zu drei parallelen Gruppen die jeweils 90-minütigen Workshops durchgeführt. Die Tutoren äußerten sich begeistert darüber, wie gut unserer Schülerinnen und Schüler mitgemacht und wir rasch sie auch kniffelige Aufgaben gelöst hätten.

    WP_20160622_12_03_15_ProErgänzt wurden die Workshops noch von einem „Think-Big“-Pausenstand, wo alle Schülerinnen und Schüler ab 14 — nicht nur die Informatiker — Virtuelle Realität mit einer VR-Brille erleben konnten, vorausgesetzt, sie hatten im vorangegangenen Quiz gut genug abgeschnitten, um eine Zeit lang eine der drei ständig heiß begehrten Brillen tragen zu dürfen. Stark umlagert und auch bei Jüngeren sehr beliebt war außerdem die Fotobox, wo man sich vor dem Hintergrund der „Think-Big“-Wand mit verschiedenen Schaumstoff-Programmierschnipseln ablichten lassen konnte.

    Eine Woche lang ist ein Interview mit Herrn Krell im „Think-Big“-Blog  freigeschaltet — zu finden über die Webseite www.thing-big.org

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