Exkursion des Q1 Gk Geschichte zur Zeche Zollverein in Essen

    Am 04. Februar 2014 unternahmen wir mit dem Grundkurs Geschichte der Q1 im Rahmen der Unterrichtseinheit „Industrialisierung/ Industrielle Revolution“ eine Exkursion zur Zeche Zollverein in Essen.

    Zeche10Autor: M.Boundouh

    Co-Autor: N.Engelmann

    Die Zeche Zollverein war ein von 1847 bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk. Die Zeche Zollverein (der Name geht zurück auf den 1834 entstandenen Deutschen Zollverein) ist weltweit einzigartig in ihrem Aufbau. Die Zeche und Kokerei Zollverein sind ein bedeutsames Symbol für die Industriekultur im Ruhrgebiet und waren eine der größten und leistungsstärksten Zechen weltweit. 2001 wurde die Zeche Zollverein zum Weltkulturerbe erklärt.

    ZecheNach einer reibungslosen Anfahrt empfing uns vorort ein Mitarbeiter der Zeche Zollverein zu einer Führung durch Teile der Zeche und deren komplexe Anlage. Zu Beginn bestiegen wir mehrere Treppenstufen bis zur Aussichtsplattform der Zeche Zollverein. Von dort bekamen wir eine gute Übersicht über die Anlage der Zeche Zollverein. Zudem war die Aussicht über das Ruhrgebiet an diesem Tage nicht schlecht. So konnten wir weitere ehemalige Industrieanlagen oder Städte wie beispielsweise Essen und Gelsenkirchen mit der Fußballarena gut erkennen. Bei sehr klaren Wetter kann man sogar den Fernsehturm in Dortmund sehen. Allerdings wehte ein ziemlich kalter Wind auf der Aussichtsplattform. Kein Wunder bei dieser Jahreszeit!

    Im Anschluss daran setzten wir unsere Führung zunächst durch die ehemalige Kohlenwäscheanlage fort. Dort waren zum Glück mehrere Räumlichkeiten beheizt! Im weiteren Verlauf unseres Rundgangs wurden uns an verschiedenen Stationen der Prozess der Steinkohleförderung erläutert. Zum einen wurde uns verdeutlicht, wie durch technische Entwicklungen der Steinkohleabbau systematisch gesteigert werden konnte. In Höchstzeiten der Zeche Zollverein wurden bis zu 12.000 Tonnen Kohle täglich abgebaut. Zum anderen bekamen wir auch gute Einblicke in die harten Arbeitsbedingungen der ehemaligen Kohlekumpel. Diese wurden zwar im Laufe der Geschichte der Zeche Zollverein systematisch verbessert. Jedoch waren die Arbeiter meist schlechter Luft, einem höllischem Lärm, der enormen Hitze an den Hochöfen und unglaublicher körperlicher Schwerstarbeit ausgesetzt. An den einzelnen Stationen unseres Rundgangs durch die Zeche Zollverein fanden wir Beamer vor, die die Funktionsweise der jeweiligen Maschinen und Förderprozesse nochmals bildlich veranschaulichten. So konnten wir beispielsweise besser nachvollziehen, wie im Laufe der Zeit des Bergbaus untertage insgesamt 14 Etagen von einer Tiefe bis zu 1150m entstanden. Aber auch den Lärm, dem die Bergleute bei der tagtäglichen Arbeit ausgesetzt waren, konnten wir in abgeschwächter Form über Lautsprecherboxen nochmals akustisch nachvollziehen.

    Während der Führung durch Teile der Zeche Zollverein bekamen wir ausreichend Raum um unsere Fragen zu stellen.

     

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