Erstes Gefecht nach langer Pause

    Schon in der Vorrunde zeigten sich die Probleme ihrer langen Sportabstinenz, ihr fielen die Angriffs- und Verteidigungsaktionen schwer, ihre Beine wollten zunächst die Kräfte raubenden, fast ungewohnt gewordenen Ausfallschritte oder Vorwärtssprünge gar nicht leisten, die blitzartigen Reaktionen auf die variantenreichen Attacken der Gegnerinnen gelangen erst nur mühsam. Aber die Freude, nun doch wieder aufmerksam die Konkurrentin beobachten zu können, ihre Gedanken und taktischen Ideen vorherzusehen und überraschend zu agieren, um mit der Klinge des Degens die Trefferfläche zu touchieren, steigerte sich von Treffer zu Treffer, erhöhte ihre Motivation, weckte die so lang entbehrte Lust an diesem intelligenten Sport wieder, dass sie schließlich mit ganz knappem Erfolg die Vorrunde erfolgreich durchlief.
    Vivi1Mit gemischten Gefühlen ging es nun in die Runde der letzten 16, die im KO-Modus ausgetragen wurde: Einerseits war Vivian doch ein wenig betrübt, dass es sie solche Mühe gekostet hatte, die Vorrunde durchzustehen, andererseits förderte ihre Freude über die Wiederaufnahme ihres Lieblingssports neue Kräfte herbei. Im ersten Gefecht dieser Endrunde traf sie auf eine Mannschaftskameradin, die es ihr wahrlich nicht leicht machte, aber mit einem knappen 8:7 gelang es der NRW-Sportschülerin in der Konkurrenz zu bleiben. Auch die nächste Begegnung gewann sie, so dass die darauf folgende Niederlage ihr einen der beiden dritten Plätze bescherte.
    Vivian steht auf dem dritten Platz der Landesrangliste, ihre fechterische Karriere kann auf http://biographie.fechten.org/fechter/vivi.hammermueller verfolgt werden.
    Dritter Platz nach langer Pause: das lässt vermuten, dass es bald wieder weitere Nachrichten über Vivian an dieser Stelle geben wird. Bis dahin: Weiterhin noch gute Besserung und viel Erfolg!