En garde! Besuch der Fecht-Europameisterschaft

    Die Schülerinnen und Schüler der EF Gymnasium und Berufskolleg waren vielleicht einen Tag zu spät da zum Anfeuern. Denn bei dem Besuch der Fecht-Europameisterschaft in der Messe am Dienstag, 18.06.19, waren der erfolgreiche Düsseldorfer Fechter Benjamin Kleibrink und sein Quartett bereits aus den besten 32 ausgeschieden. Nichtsdestotrotz verfolgte die gesamte Jahrgangsstufe mit Interesse, wie die edel-aussehenden weißen Gestalten angeleint die Klingen kreuzten. In einem Work-shop lernten wir dann später, dass die weißen Anzüge nicht nur zum Schutz, sondern auch zum Anbringen der Sensoren dienen. Diese entscheiden, ob der Treffer saß. Deshalb gelten auch andere Regeln für das Fechten mit Degen, Florett oder Säbel. Beim Säbel zum Beispiel  kann mit der ganzen Klinge getroffen werden, weshalb die Sensoren auch anders verteilt werden müssen. Deshalb steht am Beginn  jedes Kampfes eine technische Überprüfung. Aber auch sonst sind die Regeln streng, konnte man beobachten: Wie im Fußball gibt es gelbe Karten, hier sitzen die aber wesentlich lockerer. Schon das Lüften des Gesichtsschutzes in einem emotionalen Moment wird damit bestraft.

    Interessante Einblicke bot auch das Doping-Kontrollzentrum: Auf der Veranstaltung konnten die Schülerinnen und Schüler einen Blick hinter die Kulissen und damit auf die Arbeitsweise der NADA (Nationale Anti Doping Agentur) werfen. Das interessierte nicht nur die Sportschüler, sondern auch die angehenden Biologisch-Technischen-Assistenten/innen unseres Berufskollegs.

    In der riesigen Messehalle 8b, die unmittelbar neben der Arena liegt, waren aber nicht nur Trainings- und Wettkampfflächen und ein Centercourt untergebracht. Viele Stände lockten mit Angeboten zum Angucken und  Ausprobieren, so dass selbst die begleitenden Lehrer nicht daran vorbei kamen. In Vorbereitung auf den künftigen Kampf um Noten zeigte sich die Lehramtspraktikantin Frau Pia Hartwig besonders treffsicher und reaktionsschnell. Für den Nachwuchs im Deutschen Fechter-Bund erradelte Herr Schulte persönlich diverse Kilometer, die von einer großen Versicherung nun „versilbert“ und als Spende an die Fechter weitergegeben werden. Ob die Versicherung dieses Angebot inzwischen bereut, wissen wir nicht. Aber eine Sportschule einzuladen, kann bei solchen Spendenmöglichkeiten teuer werden –  viele unserer Schüler und Schülerinnen holten Kilometer um Kilometer und damit Euro um Euro für den Fechterbund.   

    Ermöglicht hat diesen aufschlussreichen Blick auf die „Plache“ der Fechter die Staatskanzlei des Landtages NRW, die das gesamte Lessing zu dieser Veranstaltung inclusive Wraps und Apfelschorle eingeladen hat. Dafür bedanken wir uns herzlich!

    Bilder: vandenBerg / Schulte, Text: H. Schulte