Latein

    Gründe

    • Latein als „Trimm-dich-Pfad des Geistes“ (M. Fuhrmann) fördert die Fähigkeit zur genauen Beobachtung, Unterscheidung und sinnvollem Kombinieren
    • Durch seine klaren Regeln, Kategorien und Ordnungsprinzipien stellt das Lateinische quasi ein Modell für Sprache an sich dar und führt somit zu einem vertieften Sprachverständnis
    • Aussprache und Schriftbild sind nahezu gleich, so dass Probleme bezüglich der Lautung und Rechtschreibung weitgehend entfallen

    Inhalte

    • Römisches Alltagsleben (Freizeit, Essen, Trinken,
      Kleidung etc.)
    • Antike Mythen, Geschichte und Politik
    • Grundfragen des Lebens / Philosophie (Freundschaft, Liebe, Freiheit, Glück etc.)

    Methoden

    • Unterricht in unterschiedlichen Sozialformen nach Möglichkeiten und Erfordernissen
    • Vielfalt der Übersetzungsmethoden (u.a. Leitfragentechnik, Konstruktions-, Einrückmethoden
    • Umgang mit verschiedenen Informationsquellen (Nachschlagewerken, Medien)

    Abschlüsse und Wahlmöglichkeiten

    Bei Fortführung von Latein in der Sekundarstufe II: Erwerb des LATINUMS nach der Einführungsphase, wenn das Schuljahr mit der Note „ausreichend“ oder besser abgeschlossen wird

    Zusätzliche Angebote

    • Tagesausflüge / Exkursionen (z.B. Xanten oder Köln)
    • Möglichkeit zur Teilnahme an Sprachwettbewerben

     

    Latein in der SI

     Latein wird als zweite Fremdsprache ab der Klasse 6 angeboten.

     Lehrwerk:

    Cursus, Ausgabe A, Oldenbourg

     Anzahl der Stunden und Klassenarbeiten:

     

     Anzahl der StundenAnzahl der Klassenarbeiten
    9. Klasse2 Langstunden5 (3:2)
    8. Klasse2 Langstunden5 (3:2)
    7. Klasse3 Langstunden6 (drei pro Halbjahr)
    6. Klasse3 Langstunden6 (drei pro Halbjahr)

     

     Exkursionen:

     

    Das kleine Latinum (Nachweis von Lateinkenntnissen):

    erhält derjenige Schüler, der am Ende der Jahrgangsstufe 9 mindestens ausreichende oder bessere Leistungen auf dem Zeugnis nachweist.

     

    Förderunterricht:

    Herr Wasserfuhr plant ab dem 2. Halbjahr 2013/14 Förderunterricht im Fach Latein anzubieten.

     

    Latein in der SII

     Als fortgeführte Fremdsprache

    Latein kann aus der Sekundarstufe I weitergewählt werden.

    Am Ende der Einführungsphase wird nach fünf Jahren das Latinum erreicht, wenn die Zeugnisnote ausreichend oder besser ist.

     Als neueinsetzende Fremdsprache

    Latein kann sowohl am Gymnasium als auch am Berufskolleg als neueinsetzende Fremdsprache im Grundkursbereich ab der Einführungsphase gewählt werden.

    Es muss bis zum Ende der Qualifikationsphase 2 als schriftliches Fach belegt werden.

    Am Gymnasium kann Latein als drittes oder viertes Abiturfach gewählt werden, nicht jedoch am Berufskolleg.

     

    Latinum

    Sowohl am Gymnasium als auch am Berufskolleg kann im Rahmen des Abiturprüfungen die Latinumsprüfung abgelegt werden. Sie besteht aus einer Übersetzungsklausur und einer mündlichen Prüfung. Wenn die Gesamtnote ausreichend oder besser ist, erhält der Prüfling das Latinum.

     

    Latinum 2014:

    Termin der schriftlichen Prüfung:

    Termin(e) der mündlichen Prüfung:

     

     

    Exkursionen:

    02. – 04.11.2018: Das Lessing auf römischen Pfaden – Der Lateinkurs Q1 in der AVGVSTA TREVERORVM

    ein Beitrag von M. Wasserfuhr

    Müde, aber zufrieden verließen wir heute ein sonniges Trier. Hinter unserer Gruppe aus neun Schülerinnen und Schülern sowie den begleitenden Lehrern, Frau Schneider und Herrn Wasserfuhr, liegen drei Tage in einer der bedeutendsten Römerstädte nördlich der Alpen: Trier – lateinisch: AVGVSTA TREVERORVM! Zum ersten Mal seit Langem fand somit eine Latein-Fahrt des Lessings nach Trier statt.

    Drei Tage mit straffem Programm
    Unser Programm war eng getaktet. Drei Tage voller Kultur aus römischer Antike und christlichem Mittelalter bis hin zur Moderne: An ausgewählten Stationen wie dem römischen Amphitheater, der Porta Nigra und den Kaiserthermen hatten die Q1-Lateinerinnen und -Lateiner anspruchsvolle Führungen vorbereitet. Mit Detailwissen und teilweise sehr lustigen Anekdoten, aber auch Bezügen zu lateinischen Schriftstellern führten die LateinerInnen die Reisegruppe durch die eindrucksvollen Bauten der Römerzeit in Trier. Doch die Geschichte Triers ist, insbesondere in den Personen Kaiser Konstantins und seiner Mutter Helena, eng mit dem Aufstieg des Christentums im römischen Weltreich verknüpft. Somit war ein Besuch der berühmten Konstantinbasilika ein absoluter Pflichtpunkt. Hier wurden wir auch unterirdisch durch die selten zugänglichen Fundamente der riesigen Palastaula geführt und schlossen die Erkundung als einzige Besucher in einer sonst menschenleeren Basilika ab. Fußend auf antiken Bauten waren auch der Trierer Dom und die Liebfrauenkirche für uns von großem Interesse: Die überwältigende Architektur führte uns hin zu den unterschiedlichen Stilepochen der Romanik, Gotik und des Barock. Dabei machten wir uns am „Heiligen Rock“, dem Schädel der Helena und den Gebeinen des Bischofs Maternus klar, welche Bedeutung im Mittelalter die Verehrung von Reliquien hatte.

    Schlemmen wie die Römer

    Das römische Leben in Trier erfassten wir auch mit Geschmacks- und Geruchssinn. Denn am letzten Abend aßen wir wie die Römer und probierten „Lukanische Würstchen mit grünen Bohnen“ und „mit Myrte gekochten Schinken in Feigensoße“. Als Beilage gab es mustea, Weinbrötchen der römischen Art mit einem Lorbeerblatt an der Unterseite. Begleitet wurde das Essen von einem Vortag über römische Essgewohnheiten durch unsere Schüler und Zitaten lateinischer Originalrezepte des M. Gavius Aspicius. Am Nachtisch (mensa secunda), einem Birnenauflauf garniert mit Pfefferkörnern, schieden sich jedoch die Geister. Am Ende hieß es: DE GVSTIBUS NON EST DISPVTANDVM – „Über Geschmack lässt sich nicht streiten!“ Alle jedoch waren sich einig: Wir haben in Trier viel Spannendes über die Welt der Römer gelernt und zahlreiche Themen aus dem Unterricht an antiken Schauplätzen erleben können.

    Zum Schluss noch Karl Marx
    Ganz zum Schluss – und wir hätten fast den Zug nach Düsseldorf verpasst – haben wir in diesem besonderen Jubiläumsjahr auch einem der bekanntesten Söhne der Stadt Trier einen Besuch abgestattet, nämlich Karl Marx. Mit einem Blick auf dessen Geburtshaus und die überlebensgroße Statue der chinesischen Regierung für die Stadt Trier verließen wir die Augusta Treverorum und begaben uns heimwärts nach Düsseldorf.
    Frau Schneider und Herr Wasserfuhr waren begeistert von den toll vorbereiteten Führungen der Schülerinnen und Schüler und freuen sich, trotz schwerer Füße, auf die nächste Trierfahrt im neuen Schuljahr!

     

    Am Montag, den 18. September 2017: Lateinkurs erkundet antike Graffitis

    „Ich war hier!“ Dr. Spal erläutert Texte römischer Alltagsgraffiti und Depinti

    Ziel dieser Exkursion war die Universität zu Köln. Dort angekommen besichtigten wir zunächst einmal die Bibliothek des Instituts für Altertumskunde, bevor wir mit dem ersten Workshop so richtig in den Tag starteten. Hier lauschten wir gespannt den Worten von Dr. Andreas Spal, der einiges über die 79 n. Chr. zerstörte Stadt Pompeji sowie über römische Versgraffiti erzählte. In Verbindung mit diesen Versgraffiti lernten wir zunächst das lateinische Alphabet der so genannten Älteren Römischen Kursive. So heißt die Art der Großbuchstabenschrift, in der viele lateinische Versgraffiti geschrieben sind. Anschließend sahen wir uns selbst solche Verse an. Selbstverständlich konnten wir beim Entziffern und Übersetzen der Verse dann auch das eigene Wissen unter Beweis stellen.

    Nach einem kurzen Mittagessen in der Uni-Mensa, bei dem sich alle stärken konnten, begann auch schon das Nachmittagsprogramm: Diesmal ein Workshop zum Thema Papyri und Beschreibstoffe in der Antike. In diesem gab Frau Breternitz uns zunächst eine kurze Einführung. So erfuhren wir eine Menge darüber, wie Papyrus hergestellt und verwendet wurde. Danach übernahm der Papyrologe Herr Backhuys den Kurs, welcher uns nicht nur Einblicke in sein Berufsfeld gewährte, sondern uns auch stolz die Stücke aus der Papyrussammlung der Universität zu Köln präsentierte.

    Zuletzt betrachteten wir noch den Anfang von Ciceros Rede gegen C. Verres (Actio Secunda). Hier konnten wir wir sehen, wie schwer und kompliziert die Arbeit von Philologen und Papyrologen wirklich ist. Denn heutezutage schlagen wir einfach ein Buch eines antiken Autors, z.B. Cicero, auf und lesen den Text. Dass es „den“ Text aber so häufig gar nicht gibt, erläuterte uns Herr Backhuys. Denn über die Jahrhunderte hinweg wurden die Texte der antiken Schriftsteller immer wieder abgeschrieben. So entstanden Fehler oder Teile der Texte gingen auch verloren. Die schwierige Aufgabe von Philologen und Papyrologen ist es dann, den wahrscheinlich ursprünglichen Text „herzustellen“ und die Überlieferung zu „heilen“, wo sie unvollständig oder falsch ist. Das ist an kleinen Beispielen auch unserem Kurs gelungen.

    Grundsätzlich haben wir für uns alle festgehalten, dass wir einen spannenden und amüsanten Tag in der Universität zu Köln verbracht haben.

    Ein großes Dankeschön an die Mitarbeiter des Instituts für Altertumskunde!

    für die Q1-BI: Celine Jaghzies

     

     

    Samstag, 16. Januar , Köln: Lessing Gymnasium trifft Uni Köln

    Tafelbild UniHeute machten wir – das sind Resat , Soumiya und Ouafaa – uns auf den Weg zur Universität nach Köln. Wir drei besuchen momentan das Lessing Gymnasium/ Berufskolleg und sind in der Q2, also im letzten Jahr, kurz vor dem Abitur. Vor einer Woche fragte uns unser Lateinlehrer, Herr Wasserfuhr, ob wir Lust hätten, eine Sitzung seines Lektürekurses in der Uni zu besuchen, den er in diesem Wintersemester in Köln gibt. Dort liest er nämlich mit Studenten einen Autor, welchen auch wir in den letzen Unterrichtsstunden behandelt haben. Es geht um Ciceros Reden gegen Catilina. Wir nahmen dieses Angebot natürlich an und begaben uns nach Köln zum Lektürekus. Bevor dieser begann wurden wir etwas durch die Uni und die Bibliothek des Instituts für Altertumskunde geführt und haben einiges an Informationen mitnehmen können. Als wir letztendlich im Hörsaal saßen, durften wir dem Unterricht folgen. Es war ein sehr kleiner, netter Kurs, der auch sofort bereit war eine grammatikalische Satzkonstruktion zu erklären, die uns Lateinern von der Schule noch unbekannt war. Schnell wurde klar, dass das nicht nur ein einseitiges Gespräch war, sondern Herr Wasserfuhr mit allen Studenten interagiert und sich verschiedene Übersetzungsvarianten anhört, genau so wie es in unserem Lateinunterricht ist. Allerdings waren die Passagen der Rede Ciceros komplexer. Dennoch scheuten wir uns nicht, hin und wieder eine Frage zu stellen oder sogar selbst mitzumachen. Bewundernswert war, dass alle die am Kurs teilnahmen, ohne Wörterbücher übersetzen konnten. Alle waren sehr gut vorbereitet , Ausgabenseite Ciceromanche Studenten konnten sogar ohne Mitschriften auffallend gut mitarbeiten. Schließlich arbeiteten wir bis 12 Uhr eine ganze Menge durch und machten zwischendurch eine kleine Pause. Nach der mühseligen Übersetzungsarbeit waren wir im Gegensatz zu den Studenten fix und fertig. Aber wir ließen uns natürlich nichts anmerken. Schließlich war dieser Tag für uns Latein-Schüler sehr aufschlussreich. Wir konnten viele Erfahrungen sammeln und darüber wurde uns auch ein Einblick in die Welt der Studenten vermittelt, wie es beispielsweise in einer Vorlesung zugehen könnte. Abgesehen davon können wir uns des Weiteren ein großes Beispiel an den Studenten nehmen, denn wir haben deutlich gemerkt, dass sie sich sehr mit der lateinischen Sprache auseinandersetzen und engagiert mit Leidenschaft arbeiten. Außerdem endet das Interesse der Studenten nicht direkt nach der Veranstaltung , sondern geht darüber hinaus. Sie beschäftigen sich mit offen gebliebenen Fragen noch in ihrer Freizeit. Zusammenfassend gab uns dieser Tag einen sehr tollen Einblick in das Leben eines Studenten. Es hat sich wirklich sehr gelohnt!

    ein Beitrag von Ouafaa Asaguiri & Reşat Anil Demirkan

     

    Wettbewerbe: