Latein

    Das Fach Latein am Lessing-Gymnasium und Lessing-Berufskolleg

    Neben den modernen romanischen Fremdsprachen Französisch und Spanisch blickt das Lessing als Gymnasium auf eine lange Tradition des Lateinunterrichts zurück. Die kleine, aber sehr engagierte Fachschaft von drei Kolleginnen und Kollegen setzt sich dabei mit großer Freude für die mater linguarum ein. Gemeinsam mit unseren Lateinschülerinnen und -schülern wird so der nur scheinbar totgesagten Sprache Latein an unserer Schule Leben eingehaucht.

     

    Latein – eine Sprache für mich/ für mein Kind?

    Die Fremdsprachenwahl in der Schule ist immer eine sehr persönliche und subjektive Angelegenheit. Nicht jede Sprache passt zu jedem Lernenden. Das eigene Interesse, die persönliche Motivation und Neugier auf den entsprechend mit der Fremdsprache verknüpften Kulturraum sollten bei der Entscheidung für eine Fremdsprache mitentscheidend sein.

    Einige Schülerinnen und Schüler haben dabei schon ganz feste Vorstellungen und wissen schon zu Beginn ihrer Gymnasialzeit, dass sie beispielsweise Latein lernen wollen. Die meisten Schülerinnen und Schüler treffen ihre Entscheidung aber erst im Laufe der Zeit und benötigen – manchmal zusammen mit ihren Eltern – Beratung und Unterstützung in der Frage: „Soll mein Kind Latein wählen?

    Um den Schülerinnen und Schülern in der Erprobungsstufe bei ihrer Fremdsprachenentscheidung zu helfen, führen Latein-, Französisch- und Spanisch-LehrerInnen in allen Klassen, bei denen die Wahl der 2. Fremdsprache ansteht, Schnupperunterricht durch und beraten die Schülerinnen und Schüler. So bekommt jeder und jede einen kleinen Einblick, wie der Fachunterricht jeweils aussieht, was für den jeweiligen Fremdsprachenunterricht typisch ist und wo vielleicht die Hürden der einzelnen Sprache liegen.

    Für die Eltern der jungen Entscheidungsträger wird jährlich ein Elternabend angeboten, bei dem interessierte Eltern von FachkollegInnen aller drei Sprachen informiert und beraten werden.

     

    Die zentrale Frage lautet also: „Ist Latein eine Sprache für mich?“

    In einer Welt, die immer schneller, moderner und digitaler wird, deren alltäglicher Sprachgebrauch immer mehr durch die moderne Weltsprache Englisch mitbeeinflusst wird, hört man häufig Fragen wie diese:

    „Warum sollte man eigentlich heute noch Latein wählen?“

    „Welchen Mehrwert hat Latein für mich / mein Kind?“

    „Ist es nicht besser, eine moderne Fremdsprache, die man auch sprechen kann, zu wählen, statt die ‚tote‘ Sprache Latein zu lernen?“

    Diese Fragen sind berechtigt und verständlich. Folgende Punkte können als Antworthilfen und Argumente für das Lateinische dienen:

    • Latein ist die Basissprache unseres Kontinents Europa. Sie ist die Sprache der Römer, des christlichen Mittelalters und war bis in die Neuzeit Wissenschaftssprache. Die europäische Kultur fußt maßgeblich auf den Säulen der griechisch-römischen Antike. Die Lebenswelt von Menschen der Antike und des Mittelalters ist insbesondere in lateinischen Texten, Schriften und Werken erhalten. Mit dieser vergangenen Lebenswelt zu „kommunizieren“ ist möglich, wenn man diese Texte zum Teil im Original lesen, übersetzen und interpretieren Diese Form der „historischen Kommunikation“ leistet das Erlernen der Sprache Latein.
    • Latein bietet als Fremdsprache im Schulunterricht eine sehr tiefgehende und intensive Auseinandersetzung mit Texten, die z.T. ganz andersartige und ferne, manchmal aber auch ganz nahe und immer noch aktuelle Fragen berühren.
    • Durch das Eintauchen in die antiken und nachantiken Lebenswelten bietet der Lateinunterricht eine spannende Reise in die Geschichte und Kultur Roms und des römischen Weltreiches. Dabei kommen Aspekte des römischen Alltagslebens (Leben in der Stadt, Thermen, Gastmähler, Gladiatorenkämpfe, Pferderennen, etc.), Religion und Philosophie (Mythologie, Gottheiten, philosophische Schulen) ebenso zur Sprache wie historische Aspekte (Expansion des römischen Weltreiches, die römische Republik, die Kaiserzeit, der Kontakt mit außerrömischen Völkern) oder Einblicke in die antike Theorie der Rede und Rhetorik.
    • Kern des Lateinunterrichts ist die Arbeit an und mit Texten: Dabei ist die Unterrichtssprache Deutsch. Die Übersetzung von Texten erfolgt ins Deutsche.
    • Die Aussprache des Lateinischen ist dabei eigentlich „kinderleicht“: In aller Regel werden lateinische Wörter so ausgesprochen, wie sie geschrieben Komplizierte Akzente etwa gibt es in dieser Hinsicht nicht. Das hat auch den Vorteil, dass Eltern, die selbst kein Latein gelernt haben, ihre Kinder dennoch beim Lateinlernen – z.B. bei der Vokabelabfrage – gut unterstützen können.
    • Ein sehr wichtiger Aspekt, der für Latein bei der Sprachenwahl sprechen könnte: Latein ist eine Meta-Sprache, also gewissermaßen ein „Modell von Sprache“, das sich hervorragend eignet, von Jahr zu Jahr mehr einen Überblick zu gewinnen, wie Sprachen als „System“ funktionieren. Viele Schülerinnen und Schüler übertragen die im Lateinunterricht gewonnenen Erkenntnisse auf das Deutsche oder die jeweilige Mutter- bzw. Herkunftssprache. Sehr spannend sind dabei Stunden, in denen die Schülerinnen und Schüler regelrechte „Aha!“-Erlebnisse haben und feststellen, dass es erstaunliche sprachliche Gemeinsamkeiten zwischen dem Lateinischen einerseits und dem Deutschen, Englischen, Französischen, Spanischen, Italienischen, aber auch slawischen Sprachen u.v.m. gibt. Insbesondere für das spätere Erlernen weiterer Fremdsprachen bietet die Kenntnis des Lateinischen Sprachsystems eine sehr gute Grundlage.
    • Latein erhöht also durch die ständige sprachliche Reflexion die Kompetenz in der eigenen Muttersprache, was sich nicht nur auf das System von Sprache bezieht, sondern auch auf die eigene Ausdrucksfähigkeit, den Umgang mit Sprache(n) im Allgemeinen.
    • Man muss es schon genau nehmen: Bei der Beschäftigung mit Lateinischen Texten (sowohl der Lehrbuchphase als auch bei der Originallektüre) sollte man Freude daran haben, genau hinzuschauen: Texte zu verstehen, eine treffende deutsche Übersetzung zu finden, die sprachlich-stilistische Gestaltung von Texten zu analysieren und sie zu interpretieren, all das ist besonders interessant für Lernende, denen es liegt, strukturiert und problemlösend mit Sprache und Texten zu arbeiten.
    • Latein, eine Sprache mit Langzeitwirkung!

    Die Liste ließe sich noch weiterführen, kann aber ein erster Anhaltspunkt bei der Fremdsprachenwahl sein, um herauszufinden, ob bzw. dass Latein die richtige Fremdsprache ist.

    Rahmenbedingungen für das Fach Latein am Lessing:

    Grundsätzlich kann man am Lessing Latein an zwei Punkten der Schullaufbahn wählen:

    In der Sekundarstufe I als 2. Fremdsprache ab Klasse 7 (gemäß der Wiedereinführung von G9):

    • Regelunterricht von Klasse 7-10
    • Möglichkeit zum Erwerb des Latinums nach erfolgreichem Durchlaufen der EF (für die Einzelheiten des Latinumserwerbs sei auf das entsprechende Merkblatt des Ministeriums für Schule und Bildung verwiesen; nähere Auskünfte im konkreten schulischen Rahmen am Lessing erteilen Frau Schneider (schneider[at]lgbk.de sowie Herr Wasserfuhr (wasserfuhr[at]lgbk.de ).
    • Stundenumfang:
    JahrgangStundenanzahl
    73 Langstunden
    83 Langstunden
    92 Langstunden
    102 Langstunden
    EF2 Langstunden

     

    In der Sekundarstufe II als neueinsetzende Fremdsprache:

    • Nur wenige Schulen im Raum Düsseldorf bieten das in der Oberstufe neu einsetzende Kursformat überhaupt an!
    • Latein kann als 3. Fremdsprache gewählt werden, z.B. bei der Ausbildung eines Sprachenschwerpunktes in der Laufbahn der gymnasialen Oberstufe.
    • Sprachkurse für beide Schulformen unter einem Dach: Die neueinsetzenden Lateinkurse können sowohl von Schülerinnen und Schülern des Lessing-Gymnasiums als auch von denen des Lessing-Berufskollegs belegt werden.
    • Diese Option ist nur möglich für Schülerinnen und Schüler, die Latein nicht bereits als 2. oder 3. Fremdsprache belegt haben.
    • Schülerinnen und Schüler, die von anderen Schulen ans Lessing wechseln und die zur Erfüllung der Fremdsprachenvoraussetzung für das Abitur notwendige 2. Fremdsprache nachweisen müssen, können dies durch Latein an unserer Schule nachholen.
    • Möglichkeit zum Erwerb des Latinums durch Teilnahme an der Erweiterungsprüfung zum Abitur für Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums und -Berufskollegs:
      • Nach drei Jahren (EF, Q1, Q2) kann im zeitlichen Zusammenhang mit dem Abitur das Latinum erworben werden: Dazu legen die Prüflinge eine schriftliche Prüfung (180 Minuten) ab, in der ein lateinischer Originaltext übersetzt wird. Bei positivem Ergebnis findet dann als zweiter Teil eine mündliche Prüfung
      • Das Prüfungsverfahren wird dabei durch die obere Schulaufsicht überwacht.
    • Einen Leistungskurs kann man in der neu einsetzenden Fremdsprache der gymnasialen Oberstufe zwar nicht belegen, aber als 3. oder 4. Abiturfach ist die Wahl von Latein am Lessing-Gymnasium (nicht am Berufskolleg!) möglich. Hierbei kann ­– bei in der Regel gleichzeitig angestrebtem Erwerb des Latinums – die Abiturprüfung einen Prüfungsteil, z.B. die schriftliche Latinumsprüfung ersetzen. Für detailliertere Informationen stehen am Lessing-Gymnasium die Fremdsprachenbeauftragte, Frau Schneider (schneider[at]lgbk.de ) sowie Herr Wasserfuhr (wasserfuhr[at]lgbk.de ) zur Verfügung.
    • Stundenumfang:
    JahrgangStundenanzahl
    EF3 Langstunden
    Q13 Langstunden
    Q22 Langstunden

     

    Exkursionen, Fahrten und Unterrichtsgänge:

    Neben dem „Kerngeschäft“ des Lateinunterrichts, der sich zentral mit Sprache und  Texten, deren Übersetzung und Interpretion beschäftigt, darf ein regelmäßiger Besuch außerschulischer Lernorte nicht fehlen! In den vergangenen Jahren hat sich so ein mittlerweile zur Tradition gewordener Veranstaltungskalender entwickelt:

    • Bisher in Klasse 6 (in Verbindung mit dem Fach Geschichte):

    Exkursion zum Archäologischen Park Xanten (APX) zur ehemaligen Colonia Ulpia Traiana

     

    • In Klasse 7 und 9:

    Ausflug nach Köln mit einer Stadtführung zu den noch erhaltenen römischen Spuren dieser sehr wichtigen Hauptstadt der Provinz Germania inferior

     

    • In der EF/Q1:

    Seit 2018 fahren Freiwillige aus den jeweiligen EF-Kursen (Latein ab Klasse 6/7) und Q1-Kursen (Latein neueinsetzend) über ein Wochenende nach Trier (Augusta Treverorum). Damit möglichst wenig Unterricht ausfällt, werden Schülerinnen und Schüler sowie die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer freitags freigestellt, um nach Trier aufzubrechen. Dort gestalten alle Mitglieder der freiwilligen Truppe Führungen durch die erhaltenen Römerbauten sowie Vorträge. Ein High-light der Fahrt: Römisches Essen!  

     

    • In der Q1:

    Besuch des Instituts für Altertumskunde an der Universität zu Köln. In dem altertumskundlich sehr breit aufgestellten Institut der Kölner Universität empfangen uns dankenswerterweise in regelmäßigen Abständen AltertumswissenschaftlerInnen, um den Lessing-Schülerinnen und Schülern in der papyrologischen Sammlung Einblicke in die Arbeit von Papyrologen und klassischen Philologen zu geben. Hierbei haben unsere Lerngruppen schon mehrfach die Gelegenheit erhalten, mit jahrtausende alten Orginalpapyri zu arbeiten, eine ptolemäische Totenmaske aus der Nähe zu betrachten und zu verstehen, wie weit der Weg von der Schriftrolle des Altertums bis zur modernen Textausgabe eines Caesar, Cicero oder Ovid ist.

     

     

     

     

    Exkursionen:

    Exkursion zur Papyrussammlung nach Köln

    Am Mittwoch, den 10. Juli 2019 haben wir, der Lateinkurs der Stufe Q1, zusammen mit unserem Fachlehrer Herrn Wasserfuhr die Universität zu Köln besucht, um an zwei Veranstaltungen zum Thema antiker und mittelalterlicher Schriften teilzunehmen.

    Nach einer unproblematischen Anreise ging es zunächst durch die umfangreiche Bibliothek des Instituts für Altertumskunde, in der es unzählige Bücher gibt, die mit Latein, Altgriechisch und der Antike in Verbindung stehen. Anschließend stand der erste Workshop mit Frau Dr. des. Lehmann an, in dem uns anhand originaler Exponate die Arbeit mit erhaltenen Papyrusfragmenten erläutert wurde. Um hier verlässliche Erkenntnisse erwerben zu können, muss ein Stück immer in sehr vielen Hinsichten begutachtet werden und es ist häufig ein gutes Kombinationsvermögen notwendig. Nach oftmals bereits schwieriger Entzifferung des Textes (Transkription) soll nämlich trotz häufig sehr lückenhafter Sätze herausgefunden werden, was der Gesamtsinn des überlieferten Textes ist und um was für ein Werk es sich handeln könnte. Ist ein Text schon einmal woanders überliefert worden, helfen hier digitale Datenbanken. Durch Unterschiede mit vorhandenen Texten lassen sich dann neue Vermutungen zum wahrscheinlichen Ursprungstext finden. Bei einem im Workshop näher betrachteten Papyrusstück handelte es sich um einen Teil einer Abschrift einer Rede Ciceros gegen Verres.

    Nachdem noch weitere in Glas eingefasste Papyrusfragmente bestaunt wurden, ging es zum Mittagessen in die örtliche Mensa, bevor uns dann Herr Wasserfuhr selbst über unterschiedliche lateinische Schriftformen berichtete und dabei auch einen Übergang zu lateinischen Texten im Mittelalter bot. Die Schreibweise bestimmter Buchstaben variiert nämlich je nach Zeit und Textgattung, weshalb die Paläographie (Lehre von alten Schriften) durchaus spannende Details offenbart. Als krönender Abschluss wurde ein sehr altes in Latein verfasstes Buch begutachtet, an dem sich auch wieder viele interessante Besonderheiten in Schrift und Aufbau finden ließen.

    Insgesamt ließ sich vor allem im ersten Teil feststellen, wie viel Arbeit hinter der Untersuchung und Aufarbeitung originaler altertümlicher Schriftstücke steckt. Es werden immer wieder neue Textfetzen gefunden und angesichts neuer Erkenntnisse werden auch immer wieder neue Interpretationen notwendig. Die Forschung in diesem Bereich dreht sich also keineswegs im Kreis, sondern ist durchaus lebendig.

    Für den Lateinkurs Q2: Timo Birkel

     

    P.S.: Wir danken dem Institut für Altertumskunde der Universität zu Köln für die freundliche Aufnahme und die Gelegenheit, die papyrologische Sammlung zu besuchen und so nah mit den Originalen zu arbeiten.

    02. – 04.11.2018: Das Lessing auf römischen Pfaden – Der Lateinkurs Q1 in der AVGVSTA TREVERORVM

    ein Beitrag von M. Wasserfuhr

    Müde, aber zufrieden verließen wir heute ein sonniges Trier. Hinter unserer Gruppe aus neun Schülerinnen und Schülern sowie den begleitenden Lehrern, Frau Schneider und Herrn Wasserfuhr, liegen drei Tage in einer der bedeutendsten Römerstädte nördlich der Alpen: Trier – lateinisch: AVGVSTA TREVERORVM! Zum ersten Mal seit Langem fand somit eine Latein-Fahrt des Lessings nach Trier statt.

    Drei Tage mit straffem Programm
    Unser Programm war eng getaktet. Drei Tage voller Kultur aus römischer Antike und christlichem Mittelalter bis hin zur Moderne: An ausgewählten Stationen wie dem römischen Amphitheater, der Porta Nigra und den Kaiserthermen hatten die Q1-Lateinerinnen und -Lateiner anspruchsvolle Führungen vorbereitet. Mit Detailwissen und teilweise sehr lustigen Anekdoten, aber auch Bezügen zu lateinischen Schriftstellern führten die LateinerInnen die Reisegruppe durch die eindrucksvollen Bauten der Römerzeit in Trier. Doch die Geschichte Triers ist, insbesondere in den Personen Kaiser Konstantins und seiner Mutter Helena, eng mit dem Aufstieg des Christentums im römischen Weltreich verknüpft. Somit war ein Besuch der berühmten Konstantinbasilika ein absoluter Pflichtpunkt. Hier wurden wir auch unterirdisch durch die selten zugänglichen Fundamente der riesigen Palastaula geführt und schlossen die Erkundung als einzige Besucher in einer sonst menschenleeren Basilika ab. Fußend auf antiken Bauten waren auch der Trierer Dom und die Liebfrauenkirche für uns von großem Interesse: Die überwältigende Architektur führte uns hin zu den unterschiedlichen Stilepochen der Romanik, Gotik und des Barock. Dabei machten wir uns am „Heiligen Rock“, dem Schädel der Helena und den Gebeinen des Bischofs Maternus klar, welche Bedeutung im Mittelalter die Verehrung von Reliquien hatte.

    Schlemmen wie die Römer

    Das römische Leben in Trier erfassten wir auch mit Geschmacks- und Geruchssinn. Denn am letzten Abend aßen wir wie die Römer und probierten „Lukanische Würstchen mit grünen Bohnen“ und „mit Myrte gekochten Schinken in Feigensoße“. Als Beilage gab es mustea, Weinbrötchen der römischen Art mit einem Lorbeerblatt an der Unterseite. Begleitet wurde das Essen von einem Vortag über römische Essgewohnheiten durch unsere Schüler und Zitaten lateinischer Originalrezepte des M. Gavius Aspicius. Am Nachtisch (mensa secunda), einem Birnenauflauf garniert mit Pfefferkörnern, schieden sich jedoch die Geister. Am Ende hieß es: DE GVSTIBUS NON EST DISPVTANDVM – „Über Geschmack lässt sich nicht streiten!“ Alle jedoch waren sich einig: Wir haben in Trier viel Spannendes über die Welt der Römer gelernt und zahlreiche Themen aus dem Unterricht an antiken Schauplätzen erleben können.

    Zum Schluss noch Karl Marx
    Ganz zum Schluss – und wir hätten fast den Zug nach Düsseldorf verpasst – haben wir in diesem besonderen Jubiläumsjahr auch einem der bekanntesten Söhne der Stadt Trier einen Besuch abgestattet, nämlich Karl Marx. Mit einem Blick auf dessen Geburtshaus und die überlebensgroße Statue der chinesischen Regierung für die Stadt Trier verließen wir die Augusta Treverorum und begaben uns heimwärts nach Düsseldorf.
    Frau Schneider und Herr Wasserfuhr waren begeistert von den toll vorbereiteten Führungen der Schülerinnen und Schüler und freuen sich, trotz schwerer Füße, auf die nächste Trierfahrt im neuen Schuljahr!