Geschichte

    Aktivitäten im Fach Geschichte:

    Düsseldorf zur Zeit des Nationalsozialismus

    Die Klasse 9b auf historischer Spurensuche

    Nazi

    Quelle: Stadtarchiv

    Eines der zentralen Themen im Geschichtsunterricht der Jahrgangsstufe 9 ist die Zeit des Nationalsozialismus: ein Gegenstand, der oft mehr Fragen aufwirft als man im Unterricht beantworten kann. Dass die NS-Herrschaft in Deutschland allerdings kein Phänomen ist, das auf die Reichshauptstadt Berlin oder die großen Städte der NS-Bewegung wie München oder Nürnberg beschränkt war, machten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b am Mittwoch, dem 25. Juni, in der Düsseldorfer Altstadt bewusst.
    Sie nahmen teil an einer Stadtführung, die durch einen Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, geleitet wurde. Dabei waren nicht nur dieser, sondern auch die Schülerinnen und Schüler gefordert. Da nämlich nur wenige Gebäude, Überreste oder Monumente der Zeit der Hitler-Diktatur heute noch im Düsseldorfer Stadtbild auszumachen sind, war es für alle Teilnehmer der Stadtführung eine Herausforderung, die Spuren der NS-Zeit unter der Anleitung durch den Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte sichtbar zu machen. Dabei war es eine besondere Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler, zu hören, dass Bücherverbrennungen, Führerkult und die Verfolgung von Juden und politisch Andersdenkender nicht nur abstrakte Geschehnisse in Geschichtsbüchern sind, sondern hier in unserer Stadt Düsseldorf Realität waren. Gerade das Schicksal der damaligen Generation von Jugendlichen, z.B. in der Hitler-Jugend oder auch Jugendkonzentrationslagern, war für die Schüler und Schülerinnen von spürbarem Interesse. Insgesamt war es zwar ein Stadtrundgang, der eher aufs Hören als aufs Sehen ausgerichtet war, der aber die Schüler der 9b sowie die begleitenden Lehrkräfte, Frau Untermann und Herrn Wasserfuhr, zukünftig mit etwas anderen Augen auf bestimmte Häuser und Straßen der Düsseldorfer Innenstadt blicken lässt.