Bundesjugendspiele 2018

ein Beitrag von H. Schulte

Bundesjugendspiele – für jemand wie mich, der absolut nicht werfen kann,  war das ein  Synonym für „Niederlage mit Auszeichnung“. Die Auszeichnung hieß „Teilnehmerurkunde“ und wurde all denen verliehen, die gar nichts reißen konnten. So weit konnte ich nicht springen, als dass ich damit das Wurfdebakel hätte kompensieren können. Die anderen hatten Sieger- und Ehrenurkunden, vom Bundespräsidenten unterschrieben! Trotzdem sind die Bundesjugendspiele auch für mich eine schöne Erinnerung: Springen, Laufen, Werfen, dazwischen freie Zeit im Sonnenschein  – oft in der Erwartung des baldigen Ferienbeginns.

Seit dem hat sich viel geändert, vieles aber auch nicht! Springen, Laufen, Werfen sind immer noch die Hauptdisziplinen. „Von den teilnehmenden Schülern wird erwartet, dass sie in bestimmten Disziplinen möglichst gute Leistungen erzielen. Meist wird ein Dreikampf in den Disziplinen Werfen (im höheren Alter Kugelstoßen), Laufen (Sprint) und Weitsprung sowie ein Langstreckenlauf (z. B. 1000 Meter) durchgeführt“, weiß Wikipedia.

Was Kindern und Jugendlichen gefällt, ist die Austragung der Bundesjugendspiele als Sportfest im Sinne eines fröhlichen Events“, hat das Kuratorium für die Bundesjugendspiele in NRW in seinem Aufruf zu den Bundesjugendspielen 2017/18 festgestellt. Und weiter: „Dabei sollten die Ideen der Schülerinnen und Schüler von vornherein mit einbezogen werden. Sie können auch bei der Umsetzung die verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrer unterstützen. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche neben den vielen Inhalten des Lehrstoffs, die sie sich meist sitzend aneignen, auch Gelegenheiten zu körperlicher Bewegung, Spiel und Sport erhalten. Dieses nicht nur als Ausgleich zu ihrem wenig bewegungsorientierten Schulalltag, sondern auch zur Förderung ihrer motorischen, sozialen und emotionalen Kompetenzen. Bei den Bundesjugendspielen gelingt dies am besten bei der Einbettung in ein Schulsportfest“

In diesem Sinne hat das Lessing mit dem Sportfest für die Sekundarstufe I am Dienstag, den 12.06.2018, alles richtig gemacht. Schüler und Schülerinnen (des Sportkollegs Q1) waren nicht nur bei der Planung miteinbezogen, sie haben das Sportfest organisiert und durchgeführt. Unter ihrer Aufsicht zeigten die fünften und sechsten Klassen im Sportpark an der Arena und die siebten bis neunten Klassen auf der Uni-Sportanlage ihr Können. Beide Sportkollegklassen bewiesen dabei Organisationstalent, Motivationsfähigkeit und pädagogische Kompetenzen – und das ganz entspannt!

Die Freude an körperlicher Bewegung, Spiel und Sport mussten sie den Teilnehmern am Sportfest allerdings nicht beibringen. Die bringen die allermeisten unserer Schülerinnen und Schüler von alleine mit. Die Bilder sprechen für sich: Bei den Wettkämpfen, aber auch neben dem Sportplatz stand eindeutig der Spaß am Sport im Vordergrund. So gab es viele gute Leistungen zu stoppen, zu messen und zu dokumentieren. Am Ende wird es am Lessing nur wenige Teilnehmerurkunden geben, dafür viele Sieger- und Ehrenurkunden. Glückwunsch dazu!   

 

 

Autor: Schulte

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