Freizeitsportleiter(in)

Der Leistungskurs Sport im Bildungsgang „Allgemeine Hochschulreife – Freizeitsportleiter/in (Sport, Biologie)“ steht unter dem Schwerpunkt „Erziehung und Soziales„.

20160404_114553Dies bedeutet, dass die Ausbildung primär einer pädagogischen Intention folgt und in der Verbindung mit dem Unterrichtsfach „Didaktik und Methodik“ berufsorientierende Inhalte vermittelt, die die Schülerinnen und Schüler befähigen soll, andere zum Sporttreiben zu motivieren und fachgerecht anzuleiten. So sind z. B. Klausuren im Leistungskurs Sport zur Betonung der Berufsorientierung an berufsbezogenen Fallbeispielen aus der Sportpraxis gekoppelt. Die sportpraktischen und sporttheoretischen Inhalte in der Unterrichtspraxis orientieren sich an den Rahmenvorgaben der jeweiligen Ausbildungsverordnungen, womit eine gezielte Hinführung zum Zentralabitur Sport gesichert ist.

Ab 2014 ändern sich die sportpraktischen Prüfungen in der Abiturprüfung Sport. Es wird auch AG3an dieser Stelle eine verstärkt sportpädagogische Ausrichtung verlangt, indem der sportpraktische Anteil der Abschlusslehrprobe in der Berufsabschlussprüfung zum Freizeitsportleiter als 3. Prüfungsteil im Sportabitur (Praxis) angerechnet wird.

Selbstverständlich steht dieser vorgenannte Bildungsgang allen Schülerinnen und Schülern, die die Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe haben, offen. Vorteilhaft wäre aber auch eine Neigung zum Fach „Erziehungswissenschaften“ und eine grundsätzliche Bereitschaft sich auf vermittelnde und erzieherische Tätigkeiten einzulassen und nicht nur das eigene Sporttreiben im Blick zu haben.

Ein besonderer Aspekte der Ausbildung ist, dass der Unterricht im Klassenverband (Ausnahme Wahlfächer) unter Leitung und Betreuung eines Klassenlehrers statt findet.

Mit dem erfolgreichen Berufsabschluss wird gleichzeitig die Übungsleiter-C-Lizenz des Landessportbundes erworben.

SAMSUNG DIGITAL CAMERADer Leistungskurs Sport am Gymnasium ist im Vergleich zur obigen Darstellung weniger pädagogisch ausgerichtet. Da das Fach „Didaktik und Methodik“ fehlt, ist eine Berufsorientierung im Vergleich zum Berufskolleg nur schwach ausgeprägt. Schwerpunkt der Ausbildung im Leistungskurs Sport am Gymnasium ist die Vermittlung von wissenschaftspropädeutischen und sport- sowie trainingswissenschaftlichen Inhalten. Diese sind in den jeweiligen Ausbildungsverordnungen verankert, womit eine zielgerichtete Hinführung zum Zentralabitur Sport gewährleistet wird. Die Leistungskriterien in den sportpraktischen Abiturprüfungen bestimmen teilweise noch die Leistungskriterien am Berufskolleg mit den oben genannten Abweichungen.

Mit der Zugangsberechtigung zur gymnasialen Oberstufe ist also neben dem LK Sport im Berufskolleg auch der LK Sport am Gymnasium wählbar. Ein besonderer Aspekt ist hier, dass man den 2. Leistungskurs nach Vorgaben der Ausbildungs- und Prüfungsordnung und Schule selbst wählen kann. Am Berufskolleg ist mit Biologie der 2. Leistungskurs festgelegt.

PENTACON DIGITAL CAMERAWer also weniger an einer Berufsorientierung interessiert ist und wenig Zugang/Neigung zu Biologie und Erziehungswissenschaften hat, sollte mit der Wahl des Leistungskurses Sport am Gymnasium liebäugeln.

Beide Abschlüsse „Abitur am Gymnasium“ und „Abitur am Berufskolleg“ sind absolut gleichwertig und berechtigen zur Aufnahme eines beliebigen Hochschulstudiums ohne jede fachliche Einschränkung“.