Schon vor dem Abi in die Uni
Apr17

Schon vor dem Abi in die Uni

Studieren vor dem Abitur?! – Ganz genau! Das geht! Und eine unserer Schülerinnen aus der Q1 hat sich getraut und im vergangenen Wintersemester mehrmals wöchtentlich das Klassenzimmer am Lessing gegen den Hörsaal an der Heinrich-Heine-Universität eingetauscht. Als eine von sehr wenigen Schülerinnen und Schülern überhaupt hat Carla in den Studiengang Humanmedizin hineingeschnuppert. Ihren Erfahrungsbericht können wir hier lesen: Studieren vor dem Abitur an der Heinrich-Heine-Universität Ein Erfahrungsbericht von Carla Surkamp   Ich habe im Wintersemester 2017/18 Medizin an der HHU studiert. Anders als bei anderen Studienfächern muss man für Medizin bestimmte Anforderungen erfüllen. So muss man einen 1,2-Durchschnitt haben und in der Q1 sein. Erfüllt man dies, muss man sich den variablen Zeiten anpassen. Die meisten Vorlesungen in einem Studienfach sind jede Woche an demselben Tag. Bei Medizin werden so viele verschiedene Vorlesungen angeboten, dass man eine eigenständige Entscheidung treffen kann und muss, was man besucht und was nicht. Es werden von Propädeutik Makro-Anatomie bis Mikrobiologie Kurse angeboten. Viele Kurse fallen aber leider weg, da die Uni keinen Nicht-Studenten daran teilnehmen lassen darf. Dazu gehören alle Kurse mit praktischem Teil. Was bedeutet die Teilnahme an Vorlesungen? Man fährt an den angebenden Tagen zur Uni, setzt sich in den angegebenen Hörsaal und hört dem Professor wirklich für 90 Minuten zu, wobei es meistens eine 15-minütige Pause gibt. Danach fährt man wieder zur Schule und nimmt am folgenden Unterricht teil. Für die fehlenden Stunden wird man beurlaubt, sodass sie nicht als Fehlstunden gewertet werden. Es werden meist keine Fragen in den Vorlesungen gestellt, sondern wirklich nur ein Vortrag gehalten, dem man als Student folgen muss. Dies kann besonders morgens sehr anstrengend sein, weil man still zuhören muss und mitschreiben sollte. Diese Konzentration ist schwerer aufzubringen als im aktiven Unterricht, wo auch eine Teilnahme gefordert wird. Man hat als Schülerstudent genau wie normale Studenten auch Zugriff auf die Folien der Professoren, was das ganze etwas erleichtert, da es eine Chance ist, dem Unterricht gut zu folgen, Fragen anschließend zu klären und ein „Vorlernen“ für ein wirkliches Studium erleichtern. Ich fand es großartig in so viele Facetten des Studiums einen Einblick zu bekommen. Ich kann es jedem nur empfehlen, der später studieren will. Man erlebt es wirklich und kann ein Gefühl dafür entwickeln, wie unterschiedlich es doch im Vergleich zum Schulunterricht ist. Außerdem macht das Zertifikat, das man bei erfolgreicher Teilnahme erhält, sich gut im Lebenslauf und wird von Lehrern sehr positiv wahrgenommen. Der für mich persönlich aber wichtigste Grund ist, dass ein Entscheidungshilfe für das spätere Leben darstellt. Man kann bestimmte Studiengänge für jeweils ein Semester ausprobieren, um zu gucken, welcher der richtige ist, oder man probiert den Wunschstudiengang aus, um sich sicherer...

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Tischtennis-WM: Bitteres Aus im Viertelfinale gegen China!
Apr11

Tischtennis-WM: Bitteres Aus im Viertelfinale gegen China!

ein Beitrag von Benedikt von Issem Bei der Schul-WM in Malta ist das Team des Lessing-Gymnasiums im Viertelfinale gegen den langjährigen Allzeitmeister China ausgeschieden. Im Viertelfinale kam es zur Neuauflage des WM-Finales von 2016; mit China wartete ein ganz großer Name auf das deutsche Team vom Lessing. Und diesmal gaben sich die Chinesen keine Blöße; mit 4:0 schlugen Sie die Deutschen auf den ersten Blick klar (3:2, 3:0, 3:1, 3:1 nach Sätzen). Jedoch waren die Spiele hart umkämpft und von teilweise sensationellen Ballwechseln geprägt, die vom Publikum frenetisch bejubelt wurden. Zuvor hatte man noch den souveränen Gruppensieg mit 7:0 gegen Georgien erreichen können (am Vortag wurden die anderen Gruppengegner Italien und Kroatien ebenfalls mit 7:0 besiegt). Nach der überragenden Gruppenphase war die Enttäuschung dann beim Team vom Lessing entsprechend groß! Nach dem bitteren Aus gegen China im Viertelfinale standen für das deutsche Team vom Lessing am 11.04.18 noch die Platzierungsspiele an. Und das Los-„Glück“ blieb dem Team aus Düsseldorf treu: Mit Taiwan wartete das nächste Schwergewicht im Tischtennis auf die Lessing-Jungs. Die Partie war an Spannung kaum zu überbieten: nach über 3,5 Stunden (!) mussten sich die tapfer kämpfenden Deutschen denkbar knapp mit 3:4 geschlagen geben. Das abschließende Spiel gegen Israel wiederum entschieden die Lessing-Jungs mit 4:0 für sich. Letztendlich landete das deutsche Team auf dem 7. Platz. Den Schul-Weltmeistertitel sicherte sich der Viertelfinalgegner China. Wir gratulieren unserem Team: Jannik Xu, Fan Bo Meng, Benno Oehme, Sven Henning  ...

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Lessing-Team auf dem Weg zur Verteidigung des Weltmeistertitels in Malta
Apr10

Lessing-Team auf dem Weg zur Verteidigung des Weltmeistertitels in Malta

Nach einer anstrengenden Anreise (Ankunft am Hotel erst um 2.30 Uhr nachts) besiegte das Tischtennis Team vom Lessing in der Vorrunde Kroatien souverän mit 7:0 (6 Einzel, 1 Doppel). Weiter ging es um 17 Uhr gegen Italien- auch hier wusste das Team zu überzeugen und gewann hochverdient mit 7:0! Am Dienstag um 14.30 Uhr folgt das letzte Gruppenspiel gegen Georgien, anschließend treffen die beiden Gruppenersten im Viertelfinale aufeinander.   Vier Tische werden dabei dauerhaft per Livestream im Internet übertragen: Facebook: ISFWSCtabletennis Sonnige Grüße aus Malta sendet unser Team      ...

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Gastvortrag: Warum die Muhme keinen Gauch mehr hört
Mrz19

Gastvortrag: Warum die Muhme keinen Gauch mehr hört

Professor Dr. Rudi Keller referiert am Lessing über Sprachwandel Sprache ist ein lebendiges, sich ständig veränderndes System. Deshalb kennt heute kaum noch jemand die Muhme (Tante) und man hört den Kuckuck, nicht den Gauch. Professor Dr. Keller beobachtet seit Jahren als Linguist solche Veränderungen und legte das Thema Sprachwandel den Schülern und Schülerinnen der Q1 und Q2 des Lessing- Gymnasiums am 19.03.2018 in einem unterhaltsamen Vortrag dar. Der renommierte Sprachwissenschaftler begegnete den Abiturienten von 2014 schon im Zentralabitur als Autor. Damals brüteten die Schüler in der Deutschklausur über dem Thema: „Ist die deutsche Sprache vom Verfall bedroht?“  Die Teilnehmer am Vortrag in der Aula waren da wesentlich entspannter. Sprachwandel ist für die kommenden Abiturienten immer noch ein – oft ungeliebtes – Pflichtthema im Zentralabitur Deutsch. Zu Unrecht, wie der emeritierte Düsseldorfer Professor in seinem fesselnden Vortrag bewies. Vieles verändert sich in der Sprache, auch wenn keiner genau weiß, wann und warum. Lange glaubte man, dass die Sprache sich ändert, wenn die Welt sich ändert. Diese Erklärung greift aber zu kurz, wie Prof. Dr. Keller leicht nachweisen konnte. So spricht man auch in Zeiten digitaler Medien immer noch vom  Filme „drehen“  und das altgermanische Wort „Boot“ hat alle nautischen Weiterentwicklungen überlebt. Umgekehrt sind Wörter wie Muhme und Base weitgehend verschwunden, obwohl es die Tanten immer noch gibt und man sie jetzt nicht mehr in Tante mütterlicherseits und väterlicherseits unterscheiden kann. Mit Goethe würden wir uns heute nicht gut verstehen Sehr anschaulich zeigte der Linguist auf, wie viele Begriffe ihre Bedeutung gewandelt haben im Laufe der Jahrhunderte. Schon die Kommunikation mit Goethe wäre heute schwierig. Goethe hätte die Schüler vielleicht aufgefordert, an seinem Vortrag „gemütlich teilzunehmen“ und dabei nicht gemeint, dass die Zuhörer es sich bequem machen sollen. Vielleicht hätte er auch die „billigen“ Klamotten mancher Schüler gelobt, denn „billig“ hieß damals „anständig“. Sehr gut verstanden hätten sich heutige Schüler mit Goethe dagegen beim Thema Rechtschreibung – die war einem Herrn Goethe nämlich ziemlich egal. Deren Regeln wurden erst viel später festgelegt. Geht Sprachwandel mit einem Kulturverlust einher? Aber nicht nur bestehende Wörter und Regeln ändern sich. Neue Wörter kommen hinzu, heute vor allem aus dem Englischen. Angesichts der vielen Anglizismen und dem allgegenwärtigen „Denglisch“ sehen viele im Sprachwandel einen Sprachverfall. Ob damit nicht ein Kulturverlust einhergehe, wollte ein Schüler im Anschluss an Professor Kellers Referat wissen. „Nein“, urteilt der Professor. Im Gegenteil. Am Englischen könne man sehen, wie „eingewanderte“ Wörter aus anderen Sprachen eine Sprache beleben und bereichern. Im Englischen gebe es viele Wörter quasi „doppelt“, oft als französisches Lehnwort und als deutsches. „Liberty“ (französisch entlehnt) und „freedom“ (aus dem Deutschen stammend) sind Beispiele dafür, genauso wie „safety“ und „security“...

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Judo: Olympiasieger als Lehrer im Work-Shop
Mrz02

Judo: Olympiasieger als Lehrer im Work-Shop

am Dienstag, 27.2.2018, durften die Schülerinnen und Schüler unserer Jahrgangsstufe 5 an einem Judo-Workshop mit internationalen Topstars aus Japan in der neuen Judohalle am Lessing-Gymnasium teilnehmen. Lehrer und Lehrerinnen mit besonderer Qualifikation gibt es einige am Lessing, aber bei zwei echten Olympiasiegern hat man selten Unterricht. Deshalb saßen die ca. 80 Kinder auch ungewohnt mucksmäuschenstill auf den Matten als Kenzo Nakamura (Judo-Olympiasieger von Atlanta 1996), Yuya Yoshida (Sieger bei den Asian Games 2014) und Tomofumi Takajo (Silber beim Grand Slam in Baku 2017) die Übungen erklärten. Dank der Übersetzung von Kansetsu Eguchi,  Trainer des JC 71, gelang es den Fünfern nicht nur,  erste Technikern des Kämpfens im Judo in Zweiergruppen nachzumachen, sondern auch die Inhalte des Work-Shops zu verstehen: Judo – was ist das eigentlich? Wie begrüßt man sich im Judo? Wie wärme ich mich auf? Die Kinder hatten sichtlich Spaß und hätten auch nach zwei Stunden Training gerne noch ein wenig weiter geübt. Das wiederum freute die anwesenden Erwachsenen sehr, besonders Hideki Tsutsumi, den Managing Direktor für die Europa-Sektion der Firma Asahi KASEI aus Düsseldorf.  Die Judoka sind nämlich alle bei dem Unternehmen Asahi KASEI, einem Chemie-Unternehmen aus Düsseldorf, angestellt, das sich die Förderung der Sportart Judo auch außerhalb des Landes aufgehenden Sonne zur Aufgabe gemacht hat. Auch der Sportdezernent Burkhard Hintzsche lobte die hervorragende  Kooperation zwischen dem Unternehmen, der Schule und dem Landesleistungszentrum Judo: Der den Landesleistungsstützpunkt tragende Verein ist der JC ´71 Düsseldorf. Dieser ist ein Kooperationspartner der NRW-Sportschule. Am Ende der unterhaltsamen und lehrreichen Sportstunden waren sich alle einig: Es hat sich gelohnt, das Fußball-Trikot gegen die „Uwagi“ (Judojacke) zu tauschen! Die WZ berichtete am 01. März über den Workshop: http://www.wz.de/lokales/duesseldorf/judo-workshop-mit-olympiasieger-1.2631536           ...

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Leichtathletik: Kurz vorm Abi noch schnell Bronze geholt
Feb28

Leichtathletik: Kurz vorm Abi noch schnell Bronze geholt

Von den nur sechs Athleten, die bei den Deutschen Jugend-Hallen-Meisterschaften (U 20) in Halle (Saale) für den Düsseldorfer ART an den Start gingen,  hatte niemand zuvor auf einem Medaillenplatz gestanden. Dennoch gab es überraschend Bronze für Aimo Warnt aus der Q2 SP2 des Lessing Berufskollegs. Obwohl es für Aimo bald in die „heiße Phase“ der Abivorbereitung geht, fand er vorher noch Zeit in der warmen Halle beim Dreisprung anzutreten. Unter Leistungsdruck sprang Aimo Warnt am weitesten Dabei machte er es richtig spannend: Der 17-Jährige legte erst mal zwei ungültige Sprünge hin. Unter solchem Druck hätte jeder beim dritten und letzten Sprung mit einem Leistungsabfall gerechnet, nicht aber mit dem, was Aimo dann präsentierte. Seinen dritten Sprung landete er bei 14,46 Meter, und damit 38 Zentimeter weiter als beim Gewinn des NRW-Titels vor drei Wochen! Damit zog damit er sogar noch auf Rang zwei ins Finale ein. Pesseberichten zu Folge hatte seine Mutter, ART-Trainerin Aina Mikrikow-Warnt, den Sensationssatz ihres ältesten Filius am Live-Stream des Deutschen Leichtathletik-Verbandes verfolgt und war mal wieder völlig aus dem Häuschen. „Ich bin wieder soooo stolz“, schrieb sie auf der ART-Facebook-Seite, auch wenn Aimo in der Schlussrunde dann doch noch knapp vom Silberplatz verdrängt wurde. Jetzt kann Aimo ganz entspannt in die Zukunft schauen: Wer unter so einem Leistungsdruck so über sich hinaus wächst, blüht wahrscheinlich unter dem Prüfungsdruck im Zentralabitur auch erst richtig auf. Ergebnisliste der...

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