Förderkurse für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund

Seiteneinsteigerförderung am Lessing Gymnasium

Die Förderung von Migrantenkindern basiert auf drei Säulen:

  •  Deutsch-Intensiv-Kurse
  • Auffanggruppe
  • Anschlussförderung

In den Deutsch-Intensiv-Kursen werden vier- bis fünfmal jährlich Schüler aufgenommen, die keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse haben, aber gymnasial geeignet erscheinen. Die gymnasiale Eignung wird anhand der Zeugnisse aus dem Herkunftsland und in einem Gespräch mit Vertretern der KIB (Amt für soziale Sicherung und Integration, Kommunalstelle für Integration und Bildung) festgestellt. Diese städtische Behörde weist die Kinder dann dem Lessing Gymnasium zu. Über die endgültige Aufnahme entscheidet die Schulleitung. Momentan werden Schüler aus 20 Ländern in drei Kursen unterrichtet. 20 Schüler besuchen durchschnittlich einen Kurs. Der Unterricht findet wegen Raummangel an der Grundschule Helmholtzer Straße statt. Es werden pro Woche 25 Stunden Deutschunterricht erteilt.

Nach zwei schriftlichen Zwischenprüfungen nach zwei bzw. vier Monaten (Niveau A1/A2 nach dem Europäischen Referenzrahmen für Sprachen) wird in einer schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfung (Niveau A2/B1) und den Eindrücken aus dem Unterricht eine Empfehlung für den weiteren Schulbesuch ausgesprochen. Die KIB vermittelt die Schüler dann an Düsseldorfer Schulen. In den letzten Jahren lag die Quote der Gymnasialempfehlungen bei über 60 %.

Weitere eineinhalb Jahre können Schüler mit Gymnasialempfehlung Kurse der so genannten Anschlussförderung am Lessing Gymnasium besuchen. Diese finden zwei- bis dreistündig dienstags am Lessing-Gymnasium statt. Der Besuch dieser Kurse ist freiwillig. Über den Besuch wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt.

Die Auffanggruppe ist ein Angebot für die Schüler, die außerhalb des regulären Kursbeginns nach Düsseldorf kommen. Sie werden in dieser Gruppe “aufgefangen” und in 10 Stunden wöchentlich unterrichtet, bis wieder ein regulärer Intensivkurs beginnt. Die Schüler haben zwei Stunden Deutschunterricht pro Tag. Hierbei wird flexibel nach Zeitpunkt der Ankunft der Schüler in Düsseldorf und ihren Vorkenntnissen entschieden, ob die Schüler noch in einen laufenden Kurs aufgenommen werden können. Maximal verbleiben die Schüler zwei Monate in einer Auffanggruppe.

Eine intensive Kooperation besteht mit der Diakonie Düsseldorf, die im Rahmen eines Jugendclubs Hausaufgabenbetreuung und individuelle Förderung anbietet.

Detlef Bohn

Koordinator der Migrantenförderung

E-mail: bohn(at)lgbk.de

BeitragSogar in den Ferien sind wir aktiv:

„Deine Stärken, Deine Zukunft“

Die Schüler unserer Deutsch-Intensivkurse haben diesen Sommer zum ersten Mal an der Sommerakademie der Leuphana Universität in Lüneburg teilgenommen. In dem dreiwöchigen Sommercamp in der Jugendherberge Essen-Werden konnten 12 Kursteilnehmer zusammen mit Schülern aus Düsseldorfer Haupt- und Gesamtschulen ihre Talente entdecken und zukunftsweisende Sommerferien erleben.

Unter dem Motto „Deine Stärken, Deine Zukunft“ bereiteten sie sich mit der Unterstützung eines professionellen Teams auf ihre berufliche Zukunft vor. Im Vordergrund standen die persönliche Entwicklung und das stärkenorientierte Arbeiten an Zukunftswegen, um einen erfolgreichen Übergang von der Schule in die Ausbildung zu unterstützen.

Die Jugendlichen erlebten durchstrukturierte Arbeitstage, die sie in Bild2Kleingruppen absolvierten. Verständnis und Vertrauen wurden gefördert, Freundschaften entstanden und Sorgen wurden geteilt. Es wurde sehr individuell an den Stärken und Zielen gearbeitet und die Selbstpräsentation geübt. In einer stark individualisierten Betreuungs- und Fördersituation wurden schulische Themen wie Mathematik, Lesekompetenzen, PC-Techniken und bedarfsorientierter Spracherwerb intensiv erarbeitet, um den jungen Menschen einen verbesserten Start in das neue Schuljahr und nachhaltige Entwicklungen zu ermöglichen. Durch besondere Angebote wie das Gruppen-Coaching, Teamtraining und individuelle psychologische Unterstützung lernten die Jugendlichen ihre individuellen Bedarfe, Stärken und Schwächen kennen.

Bild1Schirmherr des Projekts war Herbert Grönemeyer. Er begleitete die Jugendlichen drei Wochen lang und wirkte beim Musical-Projekt mit. Am letzten Tag führten die Jugendlichen ihre Gemeinschaftsproduktion auf. Es war ein voller Erfolg.

Für die Schüler unserer Seiteneinsteigerklassen war es eine enorme Erfahrung – sie wurden sozusagen in das „deutsche“ Leben hineinkatapultiert und die Sprache wurde in der Praxis trainiert.

Es gab viele Presseberichte darüber

Hier einige Eindrücke als Links, Bilder und mp4

http://www.jh-insider.de/jh_news/artikel/Herbert_Groenemeyer_in_Jugendherberge_Essen.aspx?id=2216

https://www.leuphana.de/news/meldungen/ansicht/datum/2016/07/08/leuphana-sommerakademie-mit-herbert-groenemeyer.html

https://www.vodafone-stiftung.de/fluechtlingsengagement_news.html?&tx_newsjson_pi1%5BshowUid%5D=210

http://www.deutschlandfunk.de/coaching-und-singen-mit-herbert-groenemeyer-bei-der.680.de.html?dram:article_id=361320

http://www.derwesten.de/staedte/essen/kettwig-und-werden/sommerakademie-mit-herbert-groenemeyer-in-essen-werden-id11983862.html

Tolle Bilder: hier klicken

Über Leuphana Sommerakademie:

http://www.leuphana.de/sommerakademie.html